
- von Ahmed Shareek
Blauer Saphir im Verlobungsring: Farbe, Herkunft, Behandlung – und wer sie beurteilt
- von Ahmed Shareek
Sie kaufen zum ersten Mal einen Saphir? Beginnen Sie mit unserem großen Saphir-Kaufratgeber – unserem Leitfaden zu Farbe, Herkunft, Behandlung und Preisbildung.

Blauer Saphir ist der Farbstein, nach dem wir für einen Verlobungsring am häufigsten gefragt werden. Die Gründe liegen offen: Er ist hart genug für das tägliche Tragen, es gibt ihn über eine weite Preisspanne, und er hat genug Präsenz, um einen Ring als Mittelstein zu tragen, ohne groß sein zu müssen. Was sich unterscheidet, ist der einzelne Stein – und anders als beim Diamanten gibt es für den Saphir keinen Benotungsapparat, auf den man sich stützen könnte.
Dieser Text ist deshalb anders gebaut als die meisten deutschsprachigen Saphir-Ratgeber. Er nennt bei jeder Aussage, wessen Urteil gerade spricht: unseres als Händler, Ihres als Käufer, oder – in den wenigen Fällen, in denen das überhaupt zutrifft – das eines Labors. Das ist keine Höflichkeitsformel. Im deutschsprachigen Raum entscheidet genau diese Zuordnung darüber, ob ein Satz eine zulässige Beschreibung oder eine unzulässige Werbeaussage ist, und wir kommen an mehreren Stellen darauf zurück.
Zahlen zum Bestand nennen wir in diesem Text nicht, weil sie sich mit jedem Verkauf ändern. Auch eine Preistabelle und einen Karatpreis finden Sie hier nicht; warum nicht, steht weiter unten im Abschnitt zur Preisangabenverordnung. Der verbindliche Preis steht auf der Produktseite des einzelnen Steins.
Härte. Korund liegt bei 9 auf der Mohsschen Skala. Die Mohshärte misst ausschließlich den Widerstand gegen Kratzen und Abrieb, und sie sagt nichts darüber, wie ein Stein einen Stoß verkraftet. Sie ist außerdem eine Eigenschaft der Mineralart und keine Feststellung über Ihren Stein. Unsere Auffassung, als Händler und nicht als Labor: Das macht Saphir für das tägliche Tragen am Finger gut geeignet, und übliche Krappen-, Zargen- und Pavéfassungen passen ohne Abwandlung dazu.
Ein Hinweis zur deutschen Fachsprache, weil er hier regelmäßig gebraucht wird: Die Mohshärte ist eine Ritzhärte. Die Zähigkeit – also das Verhalten bei Schlag und Stoß – ist eine andere Eigenschaft mit einer anderen Skala, und wer die beiden vermischt, verspricht dem Käufer etwas, was die Zahl 9 nicht hergibt. Wir behaupten dazu nichts und stellen Saphir auch nicht in eine Härte-Rangfolge gegen andere Steine.
Keine Spaltbarkeit. Diamant hat eine vollkommene oktaedrische Spaltbarkeit. Saphir hat keine Spaltebenen – ein Stoß erzeugt einen muscheligen Bruch und keine glatte Spaltfläche. Das ist ein Grund, warum ein Saphir einen harten Anstoß im Alltag eher übersteht als ein gleich großer Diamant.
Farbstabilität. Die Farbe eines blauen Saphirs entsteht durch Eisen und Titan, Spurenelemente, die beim Wachstum des Kristalls fest in seine Struktur eingebaut wurden. Im normalen Tragen ist diese Farbe stabil: Tageslicht, Wohnraumlicht und die Temperaturen, denen ein Ring im Alltag begegnet, verändern sie nicht. Die gezielte Hitzebehandlung ist etwas völlig anderes – sie findet bei Ofentemperaturen statt und hat weiter unten einen eigenen Abschnitt.
Weil es in deutschen Beschreibungen immer wieder falsch steht: Farbwechsel ist der Fachbegriff für einen Stein, der unter verschiedenen Lichtarten verschiedene Farben zeigt. Verfärbung bedeutet im Deutschen, dass etwas Schaden genommen hat, und ist hier schlicht falsch. Und das Spurenelement, das die Farbe erzeugt, heißt farbgebendes Element oder Farbursache – nicht „Chromophor“, ein Wort, das keine deutschsprachige gemmologische Quelle führt.
Dies ist der wichtigste Abschnitt dieser Seite für einen deutschsprachigen Käufer, und er steht deshalb vor allem anderen zur Farbe. Im deutschen Schmuckhandel tragen diese beiden Wörter mehr Gewicht als ihre englischen Entsprechungen. „Kornblumenblau“ gilt vielerorts als das Gütesiegel schlechthin, und „Royal Blue“ wird daneben gestellt, als wären es zwei Stufen einer Leiter. Beides sind Handelsbezeichnungen und keine Güteklassen.
Vorweg die Grundlage, auf der alles Weitere in diesem Abschnitt steht: Kein Labor vergibt eine Farbnote auf einen Saphir. GIA sagt das über die eigene Arbeit ausdrücklich – man „vergibt für Saphir und andere Farbsteine weder Noten noch Qualitätsanalysen“. Ein GIA-Farbstein- oder Herkunftsbericht führt keinen Reinheitsgrad, keine Schliffbewertung und keine Farbnote. Diese Felder waren dort nie vorgesehen, und aus ihrem Fehlen folgt nichts über den Stein.
Daran hängt der ganze Abschnitt. Wenn kein Labor eine Farbnote ausstellt, dann kann auch niemand eine Farbbezeichnung ausstellen, die eine Note wäre. Was es gibt, sind Wörter, die der Handel benutzt, und die kann man beschreiben – aber eben als Wörter und nicht als Befunde.
Kornblumenblau. Im deutschsprachigen Handel bezeichnet das Wort üblicherweise ein mittleres bis mitteldunkles, kräftig gesättigtes Blau mit einem leichten Violettstich und ohne grauen Schleier. Das Wort kommt aus dem historischen Handel mit Kaschmir-Material und ist von dort in die allgemeine Verkaufssprache gewandert. Es gibt dafür keine veröffentlichte Definition und keine Messvorschrift, an der sich eine Einstufung nachprüfen ließe.
Royal Blue. Dieses Wort bezeichnet im Gebrauch ein mitteldunkles, stark gesättigtes Blau. Es bleibt im deutschsprachigen Handel unübersetzt, weil der Handel es so führt und weil Käufer genau so suchen. Die Übersetzungsversuche „königsblau“ und „royalblau“ sind keine Handelsbezeichnungen, und wir verwenden sie nicht. Auch hier gilt: keine veröffentlichte Definition und keine Messvorschrift, an der sich eine Einstufung nachprüfen ließe.
Ceylon-Blau. Das ist ein Handelsname für srilankisches Material, und Verkäufer greifen dann dazu, wenn ein Stein auf der helleren, leuchtenderen Seite liegt. Der Name sagt also etwas über die Herkunft und über die Gewohnheit, mit der das Wort gesetzt wird – nicht über die Güte des Steins. Dazu gleich mehr im Herkunftsabschnitt.
Die Antwort ist kurz: Verkäufer vergeben sie. Für keines dieser Wörter gibt es eine veröffentlichte Definition und keine veröffentlichte Skala, gegen die ein zweiter Stein eingeordnet werden könnte. Wo ein Labor in einem bestimmten Bericht überhaupt eine eigene Farbbeschreibung führt, ist das die Beschreibung dieses einen Steins durch dieses eine Labor – kein Prüfzeugnis, keine Güteklasse und nichts, worauf ein anderer Verkäufer sich für seinen Stein berufen könnte. Niemand zieht die Grenzen an derselben Stelle. Zwei Händler, die denselben Stein vor sich haben, kommen regelmäßig zu zwei verschiedenen Wörtern, und aus der Wahl des Wortes folgt nichts über den Stein.
Daraus folgt unsere Linie, und sie ist eng: Wir verwenden diese Wörter da, wo sie beschreiben, in welche Richtung eine Farbe geht, und wir setzen sie nirgends als Stufe, als Klasse oder als Aufpreisgrund ein. Wenn Sie auf unseren Seiten ein solches Wort lesen, steht daneben, dass es von uns kommt.
Im Internet finden Sie Saphire als AAA, AAAA oder „Heirloom Grade“ angeboten. Keine dieser Skalen wird von einer veröffentlichenden Stelle herausgegeben. Es gibt keine Prüfvorschrift, keine Kriterien, keine prüfende Instanz und keine Möglichkeit, die Einstufung eines Verkäufers gegen irgendetwas zu prüfen. Jeder Händler definiert sein eigenes A. Wir führen keine solche Skala, und wir haben auch nie eine geführt.
Das ist im deutschsprachigen Raum nicht nur eine Geschmacksfrage. Eine Benotung ohne veröffentlichte Grundlage ist genau die Konstellation, die das Lauterkeitsrecht bei der Werbung mit Prüfergebnissen in den Blick nimmt – dazu der nächste Abschnitt.
Wenn es keine Note gibt, bleibt Vokabular. Der Handel beschreibt Farbe über drei Achsen, und die sind nützlich, solange man sie als Beschreibung liest und nicht als Skala. Jedes Urteil in diesem Abschnitt ist unseres und Ihres und niemals das eines Labors.
Farbton – wie sauber das Blau liest. Ein leichter violetter Nebenton ist in srilankischem Material häufig, und wir behandeln ihn nicht als Fehler. Einen ins Grünliche verschobenen blauen Stein bepreisen wir niedriger als einen gleich großen, der sauber blau liest, und das ist unsere eigene Entscheidung – kein Labor trifft sie für uns.
Helligkeit (Ton) – wie hell oder dunkel der Stein ist. Worauf wir sehen: ein mittlerer bis mitteldunkler Ton – dunkel genug für Präsenz, hell genug, dass das Blau bei normalem Zimmerlicht noch trägt. Sehr dunkle Steine kippen unter Wohnraumlicht leicht ins Schwarze. Beurteilen Sie den Ton unter mehr als einer Lichtquelle, und wenn Ihnen der Stein bei Tageslicht gefällt, ist das der Test, der zählt.
Sättigung – wie kräftig die Farbe ist. Ein hoch gesättigtes Blau liest lebendig und klar, ohne Grau oder Braun, das daran zieht; ein schwach gesättigtes liest stählern und graustichig. Welches von beiden Ihnen lieber ist, ist Geschmack und hängt daran, worin der Stein gefasst wird.
Eine Warnung zu Tonwert-Tabellen. In deutschsprachigen Saphir-Texten finden Sie häufig eine zehnstufige Tonskala, auf der einzelne Zahlenbereiche bestimmten Handelsnamen und Preisstufen zugeordnet werden. Diese Zuordnung stammt aus keiner veröffentlichten Quelle. Sie ist ein Beschreibungsraster, das der Handel sich selbst gegeben hat, und sie taugt nicht als Begründung für einen Preis. Wir drucken sie hier nicht.
Zur Preiswirkung sagen wir nur das, was für unser eigenes Buch gilt: Nach unserer Erfahrung bewegt die Farbe den Preis eines Saphirs stärker als jeder andere einzelne Faktor, und zwei Steine gleichen Gewichts können allein über die Farbe weit auseinanderliegen. Ein Vielfaches für diesen Abstand veröffentlichen wir nicht. Es hängt vollständig an den beiden Steinen, die vor Ihnen liegen.
Ein blauer Saphir mit kräftigem violettem Nebenton steht an einer Grenze, an der die deutsche Farbsprache regelmäßig danebengreift, deshalb hier die Begriffsklärung. Das englische purple wird in deutschen Beschreibungen gern mit „lila“ oder „Purpur“ wiedergegeben, und beide Wiedergaben sind untauglich. „Lila“ ist im Deutschen ein umgangssprachliches Sammelwort für ein weites Feld zwischen Rosa und Blau und sagt als Farbangabe für einen Edelstein zu wenig. „Purpur“ ist ein falscher Freund: Das deutsche Wort steht historisch für einen violetten bis rotvioletten Ton und deckt sich gerade nicht mit dem englischen purple.
Wir beschreiben deshalb keinen Stein mit diesen beiden Wörtern. Hier benennen wir sie, weil das Wort selbst das Thema ist. Als Farbangabe verwenden wir violett, bläulichviolett und rosaviolett – Angaben, die sagen, wo der Farbton liegt. Bei einem Stein mit GIA-Bericht gilt zusätzlich: GIA druckt Blue, Violetish Blue, Bluish Violet und Violet als unterschiedliche Werte. Wo ein Bericht einen davon ausweist, ist dieser gedruckte Wert die Tatsache, und unsere deutsche Prosa sagt, welcher es ist.
Eine Schreibregel dazu, weil sie bedeutungstragend ist: Im Deutschen ist die Schreibung semantisch. „Blau-grün“ mit Bindestrich liest als zwei Farben nebeneinander, „blaugrün“ zusammengeschrieben als eine Mischfarbe. Dasselbe gilt für „bläulichviolett“. Wir schreiben Mischfarben zusammen und setzen keinen Bindestrich und kein „bis“ zwischen zwei Farbwörter.
Sehen Sie sich unsere Auswahl an: Ceylon-Saphire in Blau aus Sri Lanka.
Dieser Abschnitt erklärt, warum der vorige Abschnitt so vorsichtig formuliert ist, und er gilt für jedes deutschsprachige Angebot – unseres eingeschlossen.
Das deutsche Lauterkeitsrecht verbietet in § 5 UWG irreführende geschäftliche Handlungen. Wer in der Werbung ein Prüf-, Test- oder Berichtsergebnis in Anspruch nimmt, muss drei Bedingungen einhalten. Sie sind der Grund, warum in diesem Text bei jeder Aussage zu Farbe, Reinheit und Schliff ausdrücklich steht, dass sie von uns kommt.
Erstens: nachprüfbar. Wer ein Ergebnis zitiert, muss es so angeben, dass der Leser die Quelle findet und selbst nachsieht. Deshalb nennen wir bei jedem Stein mit Bericht das ausstellende Labor und die Berichtsnummer, und deshalb steht hier der Hinweis auf reportcheck.gia.edu statt einer Behauptung, die Sie uns abnehmen müssten.
Zweitens: Das Ergebnis muss zur Aussage passen. Ein zitiertes Ergebnis stützt nur die Aussage, über die es tatsächlich etwas sagt – und hier liegt der häufigste Fehler im Edelsteinhandel. Ein GIA-Farbsteinbericht enthält einen Befund zur Erhitzung und, wenn beauftragt, eine Herkunftseinschätzung. Er enthält keinen Reinheitsgrad, keine Schliffbewertung und keine Farbnote. Wer ihn als Belegstück für Güte aufstellt – „mit Bericht, also Spitzenqualität“ –, beruft sich auf ein Ergebnis, das zu dieser Aussage schweigt.
Drittens: kein Gesamturteil, wo keines ausgestellt wurde. Ein Dokument, das einzelne Befunde ausweist, darf nicht als allgemeines Gütesiegel dargestellt werden. Ein Laborbericht ist kein Prüfsiegel und keine Note. Er ist eine Momentaufnahme dessen, was ein Labor beobachtet hat, als Meinung dieses Labors formuliert.
Genau an dieser Stelle wird eine unveröffentlichte Güteskala zum Rechtsproblem und nicht nur zum Geschmacksproblem. Wer einen Stein als „AAA“ oder als „kornblumenblau geprüft“ anbietet, nimmt die Autorität einer Prüfung in Anspruch, die nicht stattgefunden hat und deren Maßstab niemand nachlesen kann. Unsere Linie daraus: Wir bewerben keinen Stein mit einem Bericht als Qualitätsargument. Wir sagen, welches Labor was festgehalten hat, wir nennen die Nummer, und alles Übrige ist als unsere Beurteilung gekennzeichnet.
Die Herkunft ist keine Qualitätsstufe. Wo ein Stein entstanden ist und wie er aussieht, sind zwei getrennte Befunde, und den einen zu bepreisen, als wäre er der andere, ist eine Gewohnheit, die man ablegen sollte. Was unten steht, beschreibt, womit der Handel die einzelnen Fundgebiete verbindet. Es ist keine Rangfolge. Kein Satz unten sagt, dass eine Herkunft besser sei als eine andere.
Das ist im deutschsprachigen Raum nicht nur Haltung. § 6 Abs. 2 Nr. 5 UWG erfasst vergleichende Werbung, die Waren eines Mitbewerbers herabsetzt oder verunglimpft, und eine Rangfolge von Fundgebieten läuft darauf zu: Wer ein Herkunftsgebiet als zweite Wahl darstellt, setzt zugleich jeden herab, der von dort anbietet – auch ohne ihn zu nennen, denn die Gruppe ist mittelbar erkennbar. Ein Rangvergleich zwischen Kaschmir, Burma, Sri Lanka und Madagaskar wäre nach deutschem Lauterkeitsrecht angreifbar, und zwar zusätzlich zu allem anderen, was dagegen spricht. Wir stellen Herkünfte deshalb nicht gegeneinander.
Kaschmir. Eine historische Quelle. Der Handel verbindet Kaschmir-Material mit einem weichen, leicht samtig wirkenden Blau. Wir handeln nicht mit Kaschmir-Steinen, wir haben nie einen gehalten, und wir werden Ihnen nicht sagen, was einer kostet. Was dazu im Umlauf ist, sind Auktionszahlen für einzelne Stücke, und die sind kein Marktpreis für irgendetwas, was Sie kaufen könnten.
Burma (Myanmar). Der Handel verbindet burmesisches Blau mit einer tiefen Sättigung. Wir handeln auch nicht mit burmesischem Material, nennen dafür also keinen Preis und keinen Aufschlag gegenüber irgendetwas – wir könnten für eine solche Zahl nicht geradestehen. Siehe unseren Leitfaden zu Saphir aus Burma und Mogok.
Ceylon (Sri Lanka). Ceylon-Saphir ist ein Handelsname; die sachliche Angabe der Herkunft lautet Saphir aus Sri Lanka. Die Bezeichnung, die wir führen, nennt beides in einem Atemzug: Natürlicher Ceylon-Saphir aus Sri Lanka beziehungsweise Srilankischer Saphir (Ceylon-Saphir). Das ist das Material, das wir tatsächlich in der Hand haben, und nach unserer Erfahrung reicht es von sehr blass bis zu einem mittleren, oft leicht violettstichigen Blau. Das beschreibt, was über unsere eigene Werkbank geht – es ist keine Note und keine Aussage über irgendjemanden sonst.
Ein Hinweis, der für den deutschsprachigen Markt zählt: Hier wird „Ceylon“ im Schmuckhandel häufig als Güteklasse benutzt, als eine Art Auszeichnung, die nur besonders schöne Steine tragen dürften. Diese Lesart übernehmen wir nicht, und wir werben nicht mit ihr. Ceylon benennt einen Fundort. Ceylon bewertet keinen Stein. Aus der Herkunft folgt nichts über Farbe, Reinheit oder Schliff eines bestimmten Steins – diese drei muss man an diesem Stein beurteilen, und zwar jedes Mal neu. Es gibt deshalb bei uns keine „Ceylon-Qualität“ und keine „Ceylon-Güte“; beides sind Wörter, die eine Ortsangabe auf eine Qualitätsachse heben, auf die sie nicht gehört.
Nach Größe suchen: unter 1 Karat · über 1 Karat · über 2 Karat.
Andere Fundgebiete. Blauer Saphir wird auch in Madagaskar, Tansania, Mosambik und anderswo in Ostafrika abgebaut. Die meisten blauen Saphire, die wir listen, sind srilankische Saphire – und manche nicht. Jede Listung nennt die für diesen einen Stein erfasste Herkunft. Madagaskar ist dabei keine geringere, keine billigere und keine ersatzweise Herkunft, und wir behandeln sie nicht so. Siehe unsere Leitfäden zu Saphir aus Madagaskar, Saphir aus Tansania und Saphir aus Mosambik.
Und zum Herkunftsfeld auf einem Laborbericht: Wo ein Bericht ein Herkunftsfeld führt, ist dieses Feld die Expertenmeinung des Labors auf Grundlage seiner Beobachtungen und Analysedaten – keine Bestätigung und keine festgestellte Tatsache. GIA druckt die Einschränkung selbst auf den eigenen Bericht: „Any statement on geographic origin is an expert opinion based on a collection of observations and analytical data.“ Auf Deutsch: Jede Angabe zur geografischen Herkunft ist eine Expertenmeinung, die auf einer Sammlung von Beobachtungen und Analysedaten beruht. Ein Labor äußert eine Meinung; es bestätigt nichts. Umgekehrt gilt dasselbe: Wenn wir die Herkunft eines Steins nennen, stützen wir uns auf unseren eigenen Einkauf und nicht darauf, dass ein Labor sie uns bescheinigt hätte.
Ausführlich dazu: unser vollständiger Leitfaden zum srilankischen Saphir (Ceylon-Saphir) und unser Leitfaden zum Verlobungsring mit Ceylon-Saphir.
Die meisten blauen Saphire, die wir listen, sind hitzebehandelt, und die Behandlung steht auf jeder einzelnen Listung. Kontrolliertes Erhitzen löst feine Rutilseide auf, was die Reinheit verbessern kann, und verteilt Eisen und Titan neu, was die Farbe vertiefen und vergleichmäßigen kann. Der Vorgang ist dauerhaft und stabil, und ein erhitzter Saphir ist ein natürlicher Saphir. Das Erhitzen ändert auch die Mohshärte nicht; sie liegt in beiden Fällen bei 9.
Achten Sie auf das Wort. „Unerhitzt (keine Hitzebehandlung)“ bezieht sich nur auf Wärme, „unbehandelt“ schließt jede Behandlung aus. Wir nennen den Wärmestatus deshalb immer „unerhitzt (keine Hitzebehandlung)“ und verwenden „unbehandelt“ nur dort, wo wirklich keinerlei Behandlung vorliegt. Ein Bericht, der keine Anzeichen von Erhitzung ausweist, trifft eine Feststellung über Erhitzung – und zwar über Anzeichen davon. Aus einem Befund zur Erhitzung folgt keine Aussage über die Behandlungsgeschichte eines Steins insgesamt, und wir leiten keine ab.
Hier liegt die deutschsprachige Praxis anders als die englische, und es ist der nützlichste Satz dieses Abschnitts. Es gibt kein deutsches Edelsteingesetz. Die Offenlegung von Behandlungen folgt hier der CIBJO-Nomenklatur und dem Handelsbrauch und wird nur mittelbar durchsetzbar: über das Verschweigen wesentlicher Informationen im Lauterkeitsrecht und darüber, dass sich die vertraglich geschuldete Beschaffenheit auch unter Berücksichtigung öffentlicher Äußerungen des Verkäufers bestimmt. Mehr sagt das Kaufrecht an dieser Stelle nicht, und mehr behaupten wir auch nicht. Niemand soll hier lesen, Offenlegung sei „gesetzlich vorgeschrieben“ – das ist sie in dieser Form nicht.
Entscheidend ist die Abstufung, die der deutsche CIBJO-Text vornimmt. Erhitzen fällt in die allgemeine Offenlegung. Diffusionsbehandlung und Rissfüllung stehen eine Stufe darüber, in der spezifischen Offenlegung, die eine schriftliche Angabe verlangt. Daraus folgt etwas sehr Praktisches für Ihr Verkaufsgespräch: Die Frage „erhitzt oder unerhitzt?“ beantwortet nur die untere Stufe. Wer sie stellt und eine Antwort bekommt, weiß damit, was auf der allgemeinen Stufe erklärt wurde – und nicht, was auf der höheren Stufe erklärt wurde. Die bessere Frage an jeden Händler lautet: Welche Stufe deckt diese Listung ab, und steht die höhere Stufe schriftlich dort?
Für unser eigenes Buch können wir das sagen: Wir bepreisen unerhitzte Steine höher als erhitzte Steine mit vergleichbarer Farbwirkung, und dieser Abstand wird mit der Größe und mit dem Vorliegen eines Laborberichts größer. Eine Zahl für diesen Abstand veröffentlichen wir nicht. Sie bewegt sich, sie hängt am einzelnen Stein, und eine in einen Artikel geschriebene Zahl ist überholt, bevor Sie sie lesen. Der Preis auf der Produktseite ist die aktuelle Antwort für diesen Stein. Wie viele unerhitzte und wie viele erhitzte Steine gerade bei uns liegen, nennen wir hier ebenfalls nicht – auch diese Zahlen ändern sich mit jedem Verkauf. Wir führen beides, und auf jeder Listung steht, welches von beiden zutrifft.
Siehe unsere Leitfäden Was ist ein unerhitzter Saphir? und Wie die Hitzebehandlung von Saphir funktioniert.
Augenrein – keine Einschlüsse, die man mit unbewaffnetem Auge auf Armlänge sieht – ist der Maßstab, den wir an einen Ringstein anlegen. Augenrein ist unser eigener Arbeitsmaßstab und keiner eines Labors; GIA-Farbsteinberichte führen überhaupt keinen Reinheitsgrad. Wir sagen Reinheit und nicht „Klarheit“, und wir sagen augenrein und nicht „lupenrein“ – „lupenrein“ ist ein Diamantbegriff mit einer ganz anderen Schwelle und auf einem Farbstein schlicht falsch.
Die Einschlüsse, denen Sie in srilankischem blauem Saphir begegnen, sind Rutilseide, Fingerabdrücke, Mineralkristalle und Wachstumszonierung. Feine Seide – mikroskopische Rutilnadeln – ist kein Fehler, und sie kommt in unerhitzten wie in erhitzten Steinen vor. Daraus folgt der Punkt, an dem eine im deutschen Handel verbreitete Faustregel scheitert: Sichtbare Seide beweist nicht, dass ein Stein unerhitzt ist. Sie ist kein Echtheitsindiz und kein Behandlungsnachweis; sie sagt über die Behandlungsgeschichte eines Steins für sich genommen nichts.
Worauf wir bei einem Ringstein achten, ist ein Einschluss, der die Oberfläche erreicht: Einen Riss, der an die Oberfläche durchbricht, würden wir meiden, weil die Fassarbeit und der Alltag dort ansetzen. Das ist unsere eigene Arbeitsregel und kein Laborbefund. Siehe unseren Leitfaden zu Einschlüssen im Saphir.
Ein gut geschliffener Saphir gibt Licht gleichmäßig über die gesamte Oberseite zurück. Zwei Dinge, auf die Sie achten sollten, und beide sind Arbeitsvokabular und nichts, was ein Labor bewertet:
Kein Labor bewertet den Schliff eines Farbsteins, ein Urteil über den Schliff eines Saphirs ist also das des Verkäufers – unseres eingeschlossen. Es ist die Facettenanordnung, die das Licht zurückgibt; sie fügt der Farbe nichts hinzu und vertieft sie nicht. Die Farbe gehört dem Stein.
Zwei deutsche Fachsprachregeln, die hier hingehören. Erstens: Wir schreiben Schliff und nicht „Schnitt“ – „Schnitt“ ist bei Edelsteinen die falsche Vokabel. Zweitens: „Brillant“ ist als alleinstehendes Hauptwort dem rund geschliffenen Diamanten vorbehalten. Ein rund geschliffener Saphir heißt deshalb Saphir im Rundschliff oder runder Saphir – nie „Saphir-Brillant“. Wer das verwechselt, beschreibt im deutschen Handel ein anderes Produkt.
Ausführlich: der beste Saphirschliff für einen Verlobungsring und wie der Schliff auf einen Saphir wirkt.
Was jetzt folgt, sind unsere Vorlieben als Händler und keine Rangfolge.
Weiter: Saphirfarben für Ringe im Vintage-Stil und Schliffe für flach bauende Ringe.
Das ist unsere eigene Empfehlung aus dem Umgang mit diesen Steinen – kein Labor veröffentlicht Hinweise zu Fassungen, und wir geben hier auch keine wieder. Dasselbe gilt für die Metallwahl: Es gibt dazu keine fremde Position, auf die wir Sie verweisen könnten, also lesen Sie das Folgende als unsere Vorliebe und als unsere Erfahrung beim Fassen dieser Steine – nicht als Regel.
Das Metall verändert, wie das Blau in einem fertigen Ring liest. Platin und Weißgold geben den kühlsten, klarsten Hintergrund, und unsere eigenen Kundinnen und Kunden wählen sie für einen blauen srilankischen Stein am häufigsten. Gelbgold wärmt das Blau; wir mögen es bei den dunkler getonten Steinen. Roségold ist unser üblicher Vorschlag bei den helleren Blautönen.
Ausführlich: Gelbgold, Weißgold oder Platin und Metallfarbe für einen Saphirring wählen.
Zu den Fassungsarten, mit der deutschen Fachvokabel dazu:
Zum Eckenschutz bei Formen mit Spitzen siehe eine Fassung wählen, die die Ecken des Steins schützt. Zur Anfertigung aus einem losen Stein siehe einen Ring aus einem losen Stein entwerfen.
Dieser Abschnitt erklärt eine Abwesenheit, und das ist Absicht: Sie sollen wissen, warum Sie hier keine Preistabelle finden, statt sie zu suchen.
Die deutsche Preisangabenverordnung verlangt in § 1 und § 3 Abs. 1, dass gegenüber Verbrauchern der Gesamtpreis angegeben wird – also der Preis einschließlich Umsatzsteuer und aller sonstigen unvermeidbaren Bestandteile, der am Ende tatsächlich zu zahlen ist. Zusätzlich sind Versandkosten gesondert und klar anzugeben.
Ein Preis pro Karat ist kein Gesamtpreis. Er ist eine Rechengröße des Handels, die an eine Gewichtseinheit und nicht an eine Ware geknüpft ist: Er enthält keine Steuer, keinen Versand und keinen bestimmten Stein, und erst zusammen mit dem Gewicht ergibt sich daraus ein Betrag. Er wird zuverlässig falsch verstanden, sobald er neben etwas steht, das wie ein Angebot aussieht. Als Spanne angegeben kommt noch § 5 UWG hinzu, denn eine Spanne behauptet eine Markterhebung, die niemand veröffentlicht hat.
Deshalb ziehen wir hier eine sichtbare Linie. Dieser Artikel ist redaktioneller Text und kein Angebot. Er enthält keine Preistabelle und keine Karatpreis-Spanne für unsere Steine. Was ein blauer Saphir kostet, hängt daran, wie Farbe, Größe, Behandlungsstatus, Schliff und das Vorliegen eines Laborberichts bei genau diesem einen Stein zusammenkommen, und diese Faktoren ziehen von Stein zu Stein in verschiedene Richtungen. Eine hier gedruckte Spanne würde Sie über den Stein, den Sie eigentlich wollen, in die Irre führen.
Die lebende Antwort sind die Preisfilter des Katalogs. Setzen Sie in der Kollektion blauer Saphire die Spanne, die Sie im Kopf haben, und was Sie sehen, ist das, was es heute tatsächlich gibt – jeder Stein mit seinem eigenen Gesamtpreis, seinem Behandlungsstatus und, wo ein Bericht vorliegt, mit Labor und Berichtsnummer. Zum Preisgefüge dahinter siehe Saphirpreise erklärt, was ein guter 1-Karäter kostet, was ein guter 2-Karäter kostet und der Preis eines 1-Karäters aus Sri Lanka.
Weil die Preisangabenverordnung den Gesamtpreis und die Versandkosten zusammen verlangt, gehören diese beiden Angaben auf dieselbe Seite. Für Lieferungen außerhalb der USA gilt bei uns ein einheitlicher Versandsatz von 60 US-Dollar bis zu einem Warenwert von 499 US-Dollar; ab 499,01 US-Dollar Warenwert ist der Versand kostenfrei. Wir nennen diese Schwellen in US-Dollar, weil es die Beträge sind, die unser Versandprofil tatsächlich anwendet; eine umgerechnete Euro-Zahl wäre nur ungefähr richtig. Für jede Bestellung gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen ab Erhalt der Sendung. Ihre gesetzlichen Rechte – insbesondere das Widerrufsrecht im Fernabsatz – bleiben davon unberührt; unsere Rückgaberegel tritt nicht an ihre Stelle.
Getrennt davon und als eigene Sache: Unsere Preise enthalten keine Einfuhrumsatzsteuer. Einfuhrumsatzsteuer und etwaige Zollabgaben trägt der Empfänger und zahlt sie bei der Zustellung im Bestimmungsland, nicht an unserer Kasse. Das gilt für Lieferungen in die EU, in die Schweiz und in jedes andere Land außerhalb der USA. Die Höhe bestimmt die zuständige Zollstelle nach den dortigen Sätzen und der Einreihung der Ware; wir nennen dazu keine Zahl, weil wir sie nicht verbindlich nennen können.
Das Wort Karat trägt im Deutschen zwei völlig verschiedene Bedeutungen, und auf einer Seite über einen gefassten Stein stehen beide in einem Satz nebeneinander. In keinem deutschsprachigen Saphir-Ratgeber, den wir kennen, werden sie sauber getrennt, also hier die Trennung.
Karat als Steingewicht. Das metrische Karat, abgekürzt ct, ist eine Masseneinheit: 1 Karat entspricht 0,2 Gramm. „2 ct“ sagt, was der Stein wiegt. Es sagt nichts darüber, wie groß er von oben aussieht – das hängt am Schliff und an der Dichte. Saphir ist dichter als Diamant, deshalb hat ein Saphir bei gleichem Karatgewicht einen etwas kleineren Durchmesser von oben. Kaufen Sie nach der Ansicht von oben, nicht nach dem Gewicht.
Karat als Goldfeingehalt. Dieselbe Silbe bezeichnet beim Fassungsmetall einen Anteil und keine Masse: 24 Karat wären reines Gold, 750er Gold ist 18 Karat, 585er Gold ist 14 Karat. „Ein 2-Karat-Saphir in 18-Karat-Gold“ enthält das Wort zweimal und meint beide Male etwas anderes. Wir schreiben deshalb bei Steinen durchgängig ct und beim Metall durchgängig die Feingehaltsangabe.
Wer einen Verlobungsring kauft, bekommt diese vier Wörter früher oder später alle vier gesagt, und zwar meistens durcheinander. Sie bezeichnen keine vier Güteabstufungen desselben Papiers, sondern verschiedene Dokumente mit verschiedenen Aufgaben. Für Sie wird das spätestens dann praktisch, wenn Sie den Ring versichern wollen.
| Wort | Was es tatsächlich bezeichnet |
|---|---|
| Befundbericht (auch Laborbericht, GIA-Bericht) | Das Dokument, das ein gemmologisches Labor ausstellt. Es beschreibt, was untersucht wurde, und hält Befunde zu Art, Behandlung und – wenn beauftragt – zur vermuteten Herkunft fest. Es enthält keinen Geldwert, keinen Reinheitsgrad, keine Schliffbewertung und keine Farbnote. Befundbericht ist der Begriff, den die Deutsche Stiftung Edelsteinforschung in Idar-Oberstein für ihr eigenes Dokument verwendet. |
| Zertifikat | Im deutschen Edelsteinhandel eingebürgert, sachlich aber unzutreffend: Ein Labor zertifiziert nicht, es berichtet. „GIA-zertifiziert“ und „mit GIA-Zertifizierung“ sind falsch. Richtig sind GIA-Bericht, Laborbericht, Berichtsnummer und „dokumentiert auf GIA-Bericht Nr. …“. |
| Gutachten | Die begründete Stellungnahme eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, üblicherweise mit einem Betrag in Euro. Kein gemmologisches Labor der Welt stellt so etwas aus, und auf keinem Laborpapier steht das Wort. Wer Ihnen für einen Stein ein „Gutachten“ ankündigt und Ihnen dann einen Laborbericht reicht, hat Ihnen nicht dasselbe gegeben. |
| Wertgutachten | Eben dieses Dokument, auf einen Geldwert hin erstellt – das, was Ihre Versicherung tatsächlich verlangt. Das ist ein zweiter, getrennter Auftrag an einen Sachverständigen, und ein Versicherungsgutachter ist in Deutschland ein Sachverständiger; an dieser Stelle ist das Wort also richtig. Der Laborbericht ist die Grundlage dafür und nicht der Ersatz. |
Eine Kleinigkeit, die beim Umformulieren regelmäßig untergeht und die wir deshalb ausdrücklich hinschreiben: Das Gutachten ist sächlich, der Bericht ist männlich. Aus ein Gutachten, das die Herkunft nennt wird ein Bericht, der die Herkunft nennt. Wer das eine durch das andere ersetzt, muss Artikel und Pronomen mittauschen – sonst steht im Satz ein Wort und daneben die Grammatik eines anderen.
Und noch eine Beobachtung zum deutschsprachigen Markt, weil sie praktisch wird: Die Reihenfolge der Adressen ist hier anders als in den USA. Für Farbsteine gelten Gübelin und SSEF im DACH-Handel als die ersten Adressen, etwa gleichauf; GRS wird danach genannt; GIA ist hier vor allem die Referenz für Diamanten. Als heimisches Signal kommt die Deutsche Stiftung Edelsteinforschung in Idar-Oberstein hinzu. Das beschreibt eine Marktgewohnheit und nicht, welches Labor genauer arbeitet – eine solche Aussage könnten wir nicht belegen und machen sie nicht.
Siehe unseren Leitfaden zum Lesen eines GIA-Saphirberichts und unseren Leitfaden zur Versicherung eines Saphirrings.
Ein blauer Saphir, den wir gern in einem Verlobungsring sähen, ist augenrein auf Armlänge, mittel bis mitteldunkel im Ton, kräftig genug gesättigt, dass kein Grau und kein Braun an der Farbe zieht, überwiegend blau mit höchstens einem leichten violetten Nebenton, und so geschliffen, dass er Licht über die ganze Oberseite zurückgibt, ohne Fenster und ohne großflächige Extinktion. Jeder einzelne dieser Punkte ist unsere eigene Beurteilung und kein bewerteter Wert.
Bei der Dokumentation ist die Regel in jeder Preislage dieselbe: Die Behandlung steht auf jeder Listung, Labor und Berichtsnummer stehen dort, wo ein Bericht vorliegt, und wo keiner vorliegt, sagen wir das ausdrücklich. Daran ändert sich nichts, ob ein Stein ein paar hundert Dollar kostet oder mehrere tausend. Die Labore, deren Berichte wir führen, sind GIA, AGCL Gem Lab, FGL und das Gemmological Institute of Colombo. Ein Bericht hält fest, was das Labor beobachtet hat – eine Meinung, keine Bestätigung. Die Produktseite und nicht dieser Artikel ist die aktuelle Antwort für einen bestimmten Stein.
Wir kaufen unsere Steine selbst in Sri Lanka ein, in Ratnapura, Beruwala und Colombo, und wir lassen nach eigener Vorgabe schleifen. Wir haben keinen Ausstellungsraum. Unsere Preise folgen daraus, wie der Betrieb gebaut ist, und nicht aus einem Nachlass, den wir gewähren würden – und wir wollen das nicht schöner machen, als es ist: Der srilankische Rohsteinmarkt ist selbst zwischengeschaltet, und innerhalb dieses Marktes kaufen wir von Maklern und Händlern wie alle anderen. Eine kürzere Kette ist keine Kette aus null Gliedern.
Die meisten blauen Saphire, die wir listen, sind srilankische Saphire; manche sind es nicht, und jede Listung nennt die für diesen Stein erfasste Herkunft. Blaue Saphire für Verlobungsringe bei Crescent Gems ansehen – oder schreiben Sie uns Ihre Vorgaben an crescentgems@gmail.com, dann stellen wir Ihnen persönlich eine Auswahl zusammen und schicken Ihnen ein Video des einzelnen Steins.
Das ist zum Teil Geschmackssache, und kein Labor vergibt eine Farbnote auf einen Saphir, also kann Ihnen niemand eine benotete Antwort reichen. Worauf wir sehen, ist ein mittleres bis mitteldunkles Blau, gleichmäßig gesättigt, an dem kein Grau und kein Braun zieht – und das ist unsere Vorliebe und keine Note. Steine, die sehr dunkel oder tintig lesen, verlieren auf der Hand an Leben. Sehen Sie den Stein bei Tageslicht an, bevor Sie sich entscheiden: Wenn er Ihnen dort gefällt, ist das der Test, der zählt.
Nein. „Royal Blue“ und „Kornblumenblau“ sind Handelsbezeichnungen und keine Güteklassen. Es gibt dafür keine veröffentlichte Definition und keine veröffentlichte Skala, gegen die sich eine Einstufung nachprüfen ließe, und keine zwei Verkäufer ziehen die Grenzen an derselben Stelle. Aus der Wahl des Wortes folgt nichts über den Stein. Dasselbe gilt für Skalen wie „AAA“ oder „AAAA“: Sie werden von keiner veröffentlichenden Stelle herausgegeben, und wir führen keine davon.
Die Herkunft ist eine Angabe zur Provenienz und keine Qualitätsstufe, und wir stellen Herkünfte nicht in eine Rangfolge. Ceylon ist der Handelsname für srilankisches Material, und die sachliche Angabe lautet Saphir aus Sri Lanka. Wo ein Laborbericht ein Herkunftsfeld führt, ist dieses Feld die Expertenmeinung des Labors und keine Bestätigung. Jede Listung nennt die für den jeweiligen Stein erfasste Herkunft.
Das Erhitzen ist eine lange eingeführte Praxis des Handels, und ein erhitzter Saphir ist ein natürlicher Saphir. Wir bepreisen unerhitzte Steine höher als erhitzte Steine mit vergleichbarer Farbwirkung, und eine Zahl für diesen Abstand veröffentlichen wir nicht, weil er am einzelnen Stein hängt. Die Behandlung steht auf jeder Listung. Beachten Sie dabei: „Unerhitzt (keine Hitzebehandlung)“ bezieht sich nur auf Wärme, „unbehandelt“ schließt jede Behandlung aus. Die bessere Frage an einen Händler lautet deshalb nicht „erhitzt oder unerhitzt?“, sondern welche Offenlegungsstufe die Listung abdeckt und ob Diffusionsbehandlung und Rissfüllung schriftlich ausgeschlossen sind.
Saphir liegt bei 9 auf der Mohsschen Skala. Die Mohshärte misst ausschließlich den Widerstand gegen Kratzen und Abrieb und sagt nichts darüber, wie ein Stein einen Stoß verkraftet; sie ist außerdem eine Eigenschaft der Mineralart und keine Feststellung über einen einzelnen Stein. Unsere Auffassung, als Händler und nicht als Labor: Saphir ist für das tägliche Tragen am Finger gut geeignet. Dass Korund keine Spaltbarkeit hat, hilft dabei zusätzlich.
Nein, und die Unterscheidung lohnt sich, bevor Sie zur Versicherung gehen. Ein Gutachten ist die begründete Stellungnahme eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen und nennt üblicherweise einen Betrag in Euro. Kein gemmologisches Labor stellt so etwas aus. Was ein Labor ausstellt, ist ein Befundbericht: eine Beschreibung des Untersuchten mit Befunden zu Art, Behandlung und, wenn beauftragt, zur vermuteten Herkunft, ohne Geldwert. Ein Wertgutachten für Ihre Versicherung ist ein zweiter, getrennter Auftrag an einen Sachverständigen, und der Laborbericht ist dafür die Grundlage und nicht der Ersatz. Auch „GIA-zertifiziert“ ist falsch: GIA stellt Berichte aus und zertifiziert nicht.
Die Farbe führt, danach kommen Schliff, Reinheit und Karatgewicht – und diese Reihenfolge ist unsere und nicht die eines Labors, denn kein Labor bewertet die Qualität eines Farbsteins. Verlangen Sie ein Video des tatsächlichen Steins und lesen Sie den Laborbericht, wo es einen gibt: Die Listung nennt Labor und Berichtsnummer, oder sie sagt ausdrücklich, dass keiner vorliegt. Eine Preistabelle in einem Artikel hilft Ihnen dabei nicht; die Produktseite ist die aktuelle Antwort für einen bestimmten Stein, und dort steht der Gesamtpreis.
CG8469
CG8454
CG8468
CG8464
CG8463
Madagaskar Rosa Saphir 1,62 ct – Achteck, GIA-Bericht
CG8459
CG8458
CG8457
CG8456
CG8453
Blauer Sternsaphir: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Was blauer Sternsaphir pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unser einziger Stein: 8,09 ct für 4.040 $ mit GIA Sapphire Origin Report.
Weiterlesenüber Blauer Sternsaphir: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Tsavorit-Granat: Preise pro Karat aus unserem eigenen Bestand
Was Tsavorit-Granat kostet: die Preise pro Karat unserer sieben Steine, der Unterschied zwischen Varietät und Spezies und warum sauberer Rohstein knapp ist.
Weiterlesenüber Tsavorit-Granat: Preise pro Karat aus unserem eigenen Bestand
Farbwechsel-Saphir: was er pro Karat kostet und warum
Was ein Farbwechsel-Saphir pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unsere beiden Steine: 1,03 ct für 824 $ und 2,01 ct für 2.211 $.
Weiterlesenüber Farbwechsel-Saphir: was er pro Karat kostet und warum
Chrysoberyll-Katzenauge im Verlobungsring: Eignet es sich?
Chrysoberyll hat Mohshärte 8,5 – über Quarz (7) und Smaragd (7,5–8), unter Korund (9) und Diamant (10). Was das für Alltag, Fassung und Pflege bedeutet.
Weiterlesenüber Chrysoberyll-Katzenauge im Verlobungsring: Eignet es sich?
Chrysoberyll-Katzenauge: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Was ein echtes Chrysoberyll-Katzenauge pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unsere beiden Steine: 2,36 ct für 3.792 $ und 4,25 ct für 9.482 $, je mit GIA-Bericht.
Weiterlesenüber Chrysoberyll-Katzenauge: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Teilen: