
- von Ahmed Shareek
Saphir-Verlobungsring pflegen: Reinigung, Aufbewahrung und was Sie vermeiden sollten
- von Ahmed Shareek
Sie suchen den Ring noch? Beginnen Sie mit Saphir-Verlobungsring auswählen. Zum Stein selbst: der große Saphir-Kaufratgeber. Zur Versicherung und zum Wertgutachten: einen Saphirring versichern.
Ein Saphir-Verlobungsring, der jeden Tag getragen wird, braucht eine Pflege, die zwei Dinge leistet: den Stein ansehnlich zu halten und ihn sicher in seiner Fassung zu halten. Saphir hat die Mohshärte 9. Das heißt, dass er Kratzern und Abrieb sehr gut widersteht – und Widerstand gegen Kratzen und Abrieb ist alles, was die Mohs-Skala misst. Korund hat keine Spaltbarkeit, aber er ist nicht unzerbrechlich: er hat eine Absonderung – im englischen Fachgebrauch parting –, er kann an der Rundiste oder an einer Spitze ausbrechen, wenn er einen harten, direkten Stoß abbekommt, und ein hitzebehandelter Stein kann verheilte Risse enthalten. In der Praxis braucht die Fassung mehr Aufmerksamkeit als der Stein. Unzerstörbar ist der Stein damit nicht, und ein guter Teil der folgenden Hinweise handelt davon, ihn nicht gegen harte Dinge zu stoßen.
Nach unserer Erfahrung ist der übliche Grund, warum ein Saphirring matt aussieht, kein Schaden am Stein. Es sind Seifenfilm, Hautfett, Cremereste und Produktablagerungen, die sich an der Unterseite und auf den Facetten des Pavillons sammeln – zusammen mit einer Fassung, die sich allmählich gelockert hat und die niemand kontrolliert hat. Beides lässt sich mit einfacher, regelmäßiger Pflege zum größten Teil verhindern.
Dieser Text behandelt die Reinigungsmethode, die wir selbst verwenden, was zu vermeiden ist, die Aufbewahrung, wann der Ring abkommen sollte, die Kontrolle der Fassung, die Pflege je nach Fassungsart – und die rechtliche Seite: was eine Pflegeaussage nach § 5 UWG überhaupt behaupten darf, wo nach §§ 434, 437 BGB die Grenze zwischen Abnutzung und Sachmangel liegt, und was das Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 und § 355 BGB mit Reinigen zu tun hat. Dazu die deutschen Werkstattbegriffe – Fassung, Krappen, Rhodinierung, Ultraschallbad, Dampfstrahler, Nachfassen –, weil ein deutscher Ringträger genau nach diesen Wörtern sucht und mit ihnen zum Goldschmied geht.
Ein Hinweis vorweg, der in diesem Text mehrfach wiederkehrt: Fast jede Pflegeanweisung hier gilt unter einer Bedingung. Sie gilt für einen unbehandelten oder nur hitzebehandelten Saphir, der allein in einer intakten Fassung aus Gold oder Platin sitzt. Für einen rissgefüllten, hohlraumgefüllten, gefärbten oder geölten Stein gilt sie nicht, und für einen Ring, in dem noch etwas anderes steckt, gilt sie auch nicht. Die Bedingung steht jeweils dort, wo die Anweisung steht – nicht in einer Fußnote weiter unten. Wer sie überliest, richtet mit einer an sich richtigen Anweisung Schaden an.
Bevor es um Pflege geht, lohnt es sich, genau zu sein in der Frage, was die Eigenschaften eines Saphirs eigentlich versprechen. Im Deutschen liegt hier eine Falle, die das Englische nicht in derselben Schärfe hat: Härte und Zähigkeit klingen nach zwei Abstufungen derselben Sache. Sie sind zwei verschiedene Eigenschaften, und die Mohs-Skala misst nur eine davon.
Die Ritzhärte ist der Widerstand gegen Kratzen und Abrieb. Das – und nur das – misst die Mohs-Skala. Sie ist eine Reihenfolge, keine Messgröße mit gleichen Abständen: zwischen zwei benachbarten Stufen liegen keine gleich großen Sprünge, und aus einer Stufe folgt nichts darüber, wie viel Kraft ein Stein aushält.
Die Zähigkeit ist der Widerstand gegen Brechen, Absplittern und Reißen. Darüber sagt die Mohs-Skala nichts. Ein Stein kann hervorragend gegen Kratzer gewappnet sein und trotzdem an einer dünnen Kante ausbrechen. Beim Saphir ist genau das der Fall: er steht bei der ersten Eigenschaft sehr gut da und ist bei der zweiten nicht unangreifbar.
Die Spaltbarkeit ist eine dritte, davon wieder unabhängige Sache: die Neigung eines Kristalls, entlang einer kristallographischen Ebene glatt zu zerfallen. Korund hat keine Spaltbarkeit. Er hat aber eine Absonderung – rhomboedrisch sowie entlang von Zwillings- und Seidenebenen –, und die ist der Grund, warum ein Saphir an der Rundiste, an einer Spitze und an einer dünnen Cabochonkante ausbricht. „Keine Spaltbarkeit, also bricht er nicht“ ist deshalb falsch, auch wenn der erste Halbsatz stimmt.
| Eigenschaft | Saphir (Korund) | Was das im Alltag bedeutet |
|---|---|---|
| Mohshärte | 9 – die Mohs-Skala misst ausschließlich den Widerstand gegen Kratzen und Abrieb | Dem Kratzen und Abreiben des gewöhnlichen Alltagskontakts widersteht der Stein gut. Daraus folgt nicht, dass er nicht beschädigt werden kann, und daraus folgt auch nicht, dass nichts anderes härter wäre |
| Zähigkeit | Steht auf keiner Skala, die ein Labor für einen einzelnen Stein veröffentlicht | Was ein Stein an Stoß aushält, hängt von seiner Form, seinen Einschlüssen und seiner Fassung ab, nicht von einer Stufe |
| Spaltbarkeit und Absonderung | Keine Spaltbarkeit; Korund hat aber eine Absonderung – rhomboedrisch sowie entlang von Zwillings- und Seidenebenen | Er zerfällt nicht entlang einer Spaltebene, wie es manche Edelsteine tun. Die Absonderung ist der Grund, warum ein Saphir an der Rundiste, an einer Spitze und an einer dünnen Cabochonkante ausbricht |
| Chemische Beständigkeit | Korund ist gegen Säuren, Laugen und die meisten Haushaltschemikalien sehr beständig | Dem Korund selbst machen Seifen, Reinigungsmittel und Kosmetika nichts. Ein gefüllter, geölter oder gefärbter Stein ist ein anderer Fall – und alles andere, was neben ihm gefasst ist, ebenfalls |
| Temperaturbeständigkeit | Über gewöhnliche Tragetemperaturen hinweg stabil | Warmes Wasser und Alltagswärme sind für einen gesunden Stein kein Problem. Ein plötzlicher Temperaturwechsel ist etwas anderes, und ein Stein mit Fluideinschlüssen, einem verheilten Riss oder einem oberflächenerreichenden Riss kann daran Schaden nehmen |
| Politur | Hält die Politur im gewöhnlichen Tragen gut | Er wird nicht matt, wie ein weicherer Stein es wird. Kontakt mit etwas gleich hartem oder härterem zeichnet ihn dennoch – darum geht es im Abschnitt zur Aufbewahrung |
Was an einem Saphirring üblicherweise Aufmerksamkeit braucht, ist die Metallarbeit: die Fassung, die Spitzen der Krappen und die Lötstellen der Ringschiene. Dort zeigt sich der Verschleiß, und dort geht ein Stein verloren. Daraus folgt aber nicht, dass der Stein überhaupt keinen Schutz braucht. Ein harter, direkter Stoß gegen Stein, Fliese oder Stahl kann eine Rundiste oder eine Spitze ausbrechen, und keine Härte verhindert das. Deshalb ist die einzige wirklich wirksame Gewohnheit, den Ring abzulegen, bevor etwas ansteht, bei dem gegriffen, gestoßen oder im Dreck gearbeitet wird.
Eine Härte-Rangliste – eine Tabelle mit Materialien in der Reihenfolge ihrer Härte, oder der Satz, Saphir sei „nach Diamant der härteste“ Stein – steht hier nicht, aus drei Gründen.
Erstens ist es sachlich falsch. Moissanit liegt bei 9,25 und damit über Saphir, und Moissanit wird in Verlobungsringen so selbstverständlich getragen wie alles andere. Ein Satz, der Saphir unmittelbar unter den Diamanten setzt, übersieht ein Material, das Sie womöglich am Nachbarfinger tragen.
Zweitens beantwortet die Rangliste die falsche Frage. Pflege und Haltbarkeit hängen nicht davon ab, welchen Platz ein Stein in einer Reihenfolge einnimmt, sondern von der Fassung, den Krappen, den Lötstellen der Ringschiene und davon, ob der Stein gestoßen wird. Eine Rangliste erzeugt genau das Gefühl, das zum Schaden führt: dass am Stein nichts passieren kann.
Drittens ist eine solche Aussage in Deutschland nicht nur ein redaktioneller Mangel. Wer mit einer Einordnung wirbt, die wie ein Prüfergebnis klingt, bewegt sich im Anwendungsbereich von § 5 UWG. Dazu weiter unten ein eigener Abschnitt.
Härtezahlen stehen in diesem Text deshalb nur dort, wo eine Pflegeanweisung sie braucht: Mohs 9 für Korund, Mohs 10 für Diamant und 9,25 für Moissanit, und zwar bei der Aufbewahrung, weil gleiche und größere Härte zeichnet. Als Rangordnung stehen sie nicht da.
Alles, was weiter unten steht, setzt voraus, dass die Steine in Ihrem Ring Saphir, Diamant oder Moissanit sind und dass die Ringschiene aus Gold oder Platin ist. Steckt noch etwas anderes in dem Stück – eine Perle, ein Opal, ein Smaragd, Türkis oder ein Stein, bei dem Sie nicht sicher sind –, dann hören Sie hier auf und fragen Sie einen Goldschmied, bevor Sie reinigen.
Einlegen und Bürsten sind für Saphir unbedenklich und für mehrere der Steine, die neben ihm gefasst werden, nicht. Das ist der Punkt, an dem eine richtige Anweisung Schaden anrichtet: die Routine weiter unten ist für den Saphir korrekt und zerstört eine Perle im selben Ring.
| Was im Ring stecken kann | Warum Einlegen und Bürsten schaden | Was stattdessen |
|---|---|---|
| Perle | Perlmutt ist eine weiche Oberfläche, die eine Bürste abträgt. Eine Perle kann außerdem mit Klebstoff auf einem Stift sitzen, und Wasser und Wärme lösen diese Verbindung | Nur mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen. Nicht einlegen, nicht bürsten, kein Ultraschallbad, kein Dampfstrahler |
| Opal | Opal ist porös. Einlegen und schnelles Trocknen können zu Rissbildung führen, die sich nicht zurücknehmen lässt | Abwischen statt einlegen. Temperaturwechsel meiden |
| Smaragd | Smaragd wird üblicherweise geölt oder mit Kunstharz gefüllt – die LMHC veröffentlicht ein eigenes Informationsblatt zur Rissfüllung bei Smaragd. Ein Bad kann die Füllung herauslösen, und danach sind die Risse deutlich sichtbar | Abwischen. Kein Bad, kein Ultraschall, kein Dampf, kein Ammoniak, kein Aceton |
| Türkis | Türkis ist porös. Das macht Einlegen riskant, unabhängig davon, ob der Stein stabilisiert wurde oder nicht | Trocken oder nur sehr kurz feucht abwischen |
| Verklebte Fassungen und Dubletten | Eine Klebeverbindung löst sich in warmem Wasser, in Aceton und unter Ultraschall. Eine Dublette kann sich dabei in ihre Schichten trennen | Gar nicht in Wasser. Abwischen und beim Goldschmied nachfragen, wie das Stück aufgebaut ist |
| Ringschiene aus Silber oder mit Auflage | Silber läuft an, und eine galvanische Auflage – auch eine Rhodinierung – wird durch langes Einlegen und durch Bürsten schneller abgetragen | Kurz feucht abwischen, sofort trocknen. Nicht einlegen |
| Geschlossene Fassung ohne Unterbau | Eine geschlossene Fassung hält Wasser zurück, und das Wasser steht dann am Stein | Nach dem Reinigen vollständig an der Luft trocknen lassen, bevor der Ring weggelegt wird |
Jeder dieser Steine kann in einem Halo oder in einem Dreisteinring auftauchen – siehe unsere Ratgeber zu Halo-Ringen mit Saphir und zu Dreisteinringen mit Saphir. Der Schaden aus einem einzigen Bad ist in diesen Fällen nicht rückgängig zu machen.
Wenn Sie nicht wissen, was Sie vor sich haben, ist das selbst die Antwort: fragen. Ein Goldschmied erkennt beim Ansehen, was gefasst ist und wie es gefasst ist, und das ersetzt jede Vermutung.
Für einen unbehandelten oder nur hitzebehandelten Saphir, der allein in einer intakten Metallfassung sitzt, lautet die Methode, die wir selbst verwenden: warmes Wasser, mildes Spülmittel, weiche Bürste. Die Routine steht unten.
Sie ist nicht die richtige Methode, wenn einer der folgenden Fälle vorliegt:
Diese Fälle sind im Abschnitt unmittelbar darüber und im Punkt zu gefüllten, gefärbten und geölten Steinen weiter unten behandelt. Die vorsichtige Variante lautet jedes Mal gleich: nicht einlegen, nicht bürsten, kühl abspülen, und jemanden fragen, der das Stück ansehen kann. Das Einlegen ist der Schritt, der eine Füllung, eine Klebestelle oder einen porösen Stein erreicht. Es weglassen ist das, was die vorsichtige Variante vorsichtig macht. Warmes Seifenwasser ist kein allgemeiner sicherer Standard.
Zur Behandlung selbst eine Begriffsklärung, die in diesem Zusammenhang nicht nebensächlich ist, weil jede Anweisung hier an der Behandlungsklasse hängt: Wir nennen den Wärmestatus immer „unerhitzt (keine Hitzebehandlung)“ und verwenden „unbehandelt“ nur dort, wo wirklich keinerlei Behandlung vorliegt. „Unerhitzt“ bezieht sich allein auf Wärme; „unbehandelt“ schließt jede Behandlung aus. Wie Hitzebehandlung abläuft, steht in So funktioniert die Hitzebehandlung von Saphiren; zur Gitterdiffusion siehe Beryllium-Diffusion bei Saphiren.
Wie oft: Reinigen Sie den Ring, wann immer er matt aussieht oder einen Film zeigt – bei einem Ring, der täglich getragen wird, ist das häufig. Es gibt dafür keinen Zeitplan, und wir erfinden auch keinen: der Stein sagt es Ihnen. Eine Reinigung bringt die Brillanz in der Regel unmittelbar zurück, weil fast immer Rückstand das war, was sie gedämpft hat.
Ein Ultraschallbad – im Handel auch Ultraschallreiniger – arbeitet mit hochfrequenten Schallwellen durch eine Flüssigkeit und löst damit Schmutz von einer Oberfläche. GIA veröffentlicht dazu eine eigene Position, und wir geben sie wörtlich wieder statt sie zu umschreiben. Ultraschall- und Dampfreinigung sind demnach "usually safe for untreated, heat-treated, and lattice diffusion treated stones". In einem gesonderten Satz nimmt GIA rissgefüllte, hohlraumgefüllte und gefärbte Steine davon aus.
Unsere Übersetzung des GIA-Satzes, zur Klarheit und als unsere Übertragung gekennzeichnet: „in der Regel unbedenklich für unbehandelte, hitzebehandelte und gitterdiffusionsbehandelte Steine“. Maßgeblich ist der englische Wortlaut oben; die deutsche Wiedergabe ist unsere Übertragung und kein GIA-Zitat auf Deutsch.
An zwei Stellen sind wir vorsichtiger als GIA – bei einem unerhitzten Stein mit intakter Rutilseide und bei einem Sternsaphir. Wir schreiben das ausdrücklich hin, weil wir nicht wollen, dass unsere Vorsicht als GIAs Position gelesen wird: GIA lässt Ultraschall bei beiden zu, und die Vorliebe unten ist unsere, aus dem Umgang mit diesen Steinen, und keine Warnung, die auf irgendeinem Bericht steht. Und uns wäre es ohnehin lieber, niemand legte einen Ring in ein Ultraschallbad, bevor jemand geprüft hat, ob der Stein fest sitzt.
| Stein beziehungsweise Zustand der Fassung | Ultraschall unbedenklich? | Anmerkung |
|---|---|---|
| Unbehandelter oder hitzebehandelter Saphir, Stein sitzt fest, keine oberflächenerreichenden Risse | Ja – das ist GIAs veröffentlichte Position | Beide Klassen sind in GIAs eigenem Satz genannt |
| Gitterdiffusionsbehandelter Saphir | Ja – auch diese Klasse nennt GIA | Im selben Satz von GIA. Relevant, wenn der Ring aus einer anderen Quelle stammt |
| Unerhitzter Saphir mit intakter Rutilseide | Diese reinigen wir von Hand – unsere eigene Vorsicht, nicht die von GIA | GIA lässt Ultraschall hier zu. Wir tun es dennoch nicht, und diese Vorliebe ist unsere |
| Sternsaphir (Cabochon) | Diese reinigen wir von Hand – unsere eigene Vorsicht, nicht die von GIA | Auch hier unsere, und keine Warnung aus einem Bericht. Eine Cabochonkante ist dünn, und wir möchten sie nicht in Schwingung versetzen |
| Saphir mit oberflächenerreichenden Rissen | Nein | Ultraschallschwingung kann einen bestehenden Riss weitertreiben |
| Stark eingeschlossener Stein | Nein | Einschlüsse, die die Oberfläche erreichen oder fast erreichen, sind dasselbe Risiko wie ein Riss |
| Rissgefüllter oder glasgefüllter Saphir | Nein – diese Klasse nimmt GIA aus | Ultraschall kann Füllmaterial herauslösen oder eintrüben |
| Hohlraumgefüllter Saphir | Nein – diese Klasse nimmt GIA aus | Im selben Satz von GIA genannt |
| Gefärbter Saphir | Nein – diese Klasse nimmt GIA aus | Im selben Satz von GIA genannt |
| Geölter oder kunstharzgefüllter Stein jeder Art | Nein | Die Reinigung kann die Füllung herauslösen oder eintrüben. Smaragd ist das übliche Beispiel, und Smaragd wird durchaus neben Saphir gefasst |
| Jedes Stück mit einer Perle, einem Opal, einem Smaragd oder Türkis | Nein | Siehe Bevor Sie putzen weiter oben |
| Lockere Krappenfassung oder ein Stein, den niemand geprüft hat | Nein – zuerst die Fassung prüfen lassen | Ultraschall kann einen Stein aus einer lockeren Fassung schütteln |
| Pavé oder Mikropavé als Beisteine | Nein, solange ein Goldschmied sie nicht geprüft hat | Kleine Steine in Pavéfassungen können sich bei wiederholtem Ultraschall lösen |
Im Zweifel: nicht einlegen und nicht bürsten. Kurz in kühlem bis lauwarmem Wasser abspülen, abtupfen und das Stück von einem Goldschmied ansehen lassen, bevor Sie es erneut reinigen. Das Einlegen ist der Schritt, der eine Füllung, eine Klebestelle oder einen porösen Stein erreicht – es weglassen ist das, was die vorsichtige Variante vorsichtig macht.
Der Dampfstrahler ist das Werkstattgerät, mit dem ein Ring nach der Arbeit abgedampft wird. GIA behandelt Dampf im selben Satz wie Ultraschall: beide sind "usually safe for untreated, heat-treated, and lattice diffusion treated stones", mit rissgefüllten, hohlraumgefüllten und gefärbten Steinen gesondert ausgenommen. Usually ist GIAs Wort, und es leistet etwas: es ist keine Zusage.
Dampf mit Werkstatttemperatur auf einen kühlen Stein ist ein plötzlicher Temperaturwechsel, und ein Stein mit Fluideinschlüssen, einem verheilten Riss oder einem oberflächenerreichenden Riss kann daran Schaden nehmen – dieselbe Unterscheidung, die die Tabelle oben zieht, und sie hört nicht auf zu gelten, weil das Gerät gewechselt hat.
Unsere eigene Praxis ist dieselbe wie beim Ultraschall: unerhitzte Steine mit intakter Seide und Sternsaphire reinigen wir von Hand, und das ist unsere Vorliebe und keine Warnung aus einem Bericht. Dampf wirkt auf Rückstände, die warmes Seifenwasser nicht erreicht, und auf einem gesunden Stein in einer gesunden Fassung ist er eine vernünftige Sache, die man am Werkstattplatz machen lässt. Richten Sie keinen Haushalts-Dampfreiniger auf die Fassung; der Druck kann eine Krappe anheben.
Unsere Empfehlung zur Reihenfolge: Ultraschallbad und Dampfstrahler sind Werkstattgeräte, und der naheliegende Weg ist, den Ring beim Goldschmied abzugeben und dort reinigen zu lassen – dann prüft dieselbe Person im gleichen Gang, ob der Stein fest sitzt. Das ist die Reihenfolge, die wir empfehlen, und sie ist der Grund, warum wir von Ultraschallgeräten für den Hausgebrauch abraten: nicht weil das Gerät schlechter wäre, sondern weil daheim der Prüfschritt fehlt.
Korund selbst ist chemisch beständig, und Haushaltsreiniger greifen ihn nicht an. Das ist eine Aussage über Korund und nicht über Ihren Ring. Bei einem gefüllten, geölten oder gefärbten Stein erreicht die Chemikalie die Füllung statt den Korund; eine Klebestelle kann sich lösen; und mehrere der Steine, die üblicherweise neben Saphir gefasst werden, sind porös. Bei einem reinen Saphir in Metall ist das Metall das, was gefährdet ist – und die folgende Tabelle handelt vom Metall.
| Mittel | Wirkung auf Korund | Wirkung auf die Fassung und die Ringschiene | Unser Rat |
|---|---|---|---|
| Chlorbleiche (Natriumhypochlorit) | Keine | Greift die Lötstellen und die Legierungsmetalle im Gold an und trägt die Rhodinierung ab. Das Versagensbild ist ein Riss an einer Lötstelle, nicht ein allmähliches Mattwerden – eine Ringschiene oder eine Krappe kann also nachgeben | Ring ablegen, bevor Sie mit Chlorbleiche arbeiten. Jedes Mal |
| Gechlortes Schwimmbad- oder Whirlpoolwasser | Keine | Dieselbe Chemie wie Chlorbleiche, in der häufigsten Form, in der sie überhaupt vorkommt. Chlor verursacht Spannungsrisskorrosion an den Lötstellen von Goldlegierungen; nickelhaltiges Weißgold ist am anfälligsten, und ein Whirlpool ist schlimmer als ein Schwimmbad, weil Wärme den Vorgang beschleunigt | Ring ablegen, bevor Sie schwimmen gehen oder in einen Whirlpool steigen. Jedes Mal – nicht nur bei langen Aufenthalten. Das ist ein Risiko für die Ringschiene, nicht für den Glanz |
| Aceton / Nagellackentferner | Keine | Kann die Rhodinierung und manche Goldoberflächen angreifen, und löst den Klebstoff in einer verklebten Fassung oder einer Dublette | Ring ablegen. Kurzer, zufälliger Kontakt ist auf reinem Metall ein geringes Risiko und auf allem Verklebten kein geringes |
| Ammoniakhaltige Reiniger | Keine | Können die Rhodinierung matt werden lassen und anätzen | Meiden. Warmes Wasser und etwas Spülmittel leisten dasselbe, und Ammoniak hat an einem gefüllten, geölten, gefärbten oder verklebten Stein nichts zu suchen |
| Scheuernde Mittel (Zahnpasta, Natron, Polierpaste) | Nicht verlässlich unschädlich. Scheuer- und Polierpasten enthalten üblicherweise hydratisierte Kieselsäure und Aluminiumoxid – und Aluminiumoxid ist dasselbe Mineral wie Saphir, also hart genug, um ihn zu zeichnen | Können Metalloberflächen zerkratzen und matt machen | Meiden, am Stein so gut wie am Metall. Eine weiche Bürste und sonst nichts |
| Handcreme, Sonnencreme, Haarspray und Kosmetik | Dem Stein nichts; lagert sich auf den Facetten ab | Keine | Gewöhnlicher Rückstand – dafür ist die Routinereinigung oben da |
| Starke Säuren (Salzsäure, Schwefelsäure) | In praktischen Tragesituationen keine | Können Metalle erheblich schädigen | Kein realistischer Alltagsfall |
Dieser Punkt bekommt hier einen eigenen Abschnitt, weil er leicht falsch eingeordnet wird – nämlich als kleines Schönheitsproblem bei langer Einwirkung. Das ist er nicht.
Chlor wirkt an den Lötstellen von Goldlegierungen und erzeugt dort Spannungsrisskorrosion: der Werkstoff reißt unter der Zugspannung, die in jeder gelöteten Verbindung ohnehin steckt, und zwar ohne dass vorher etwas zu sehen ist. Das Ergebnis ist nicht ein matter Ring. Das Ergebnis ist eine aufgerissene Ringschiene oder eine abgescherte Krappe – und bei einer Krappe heißt das: der Stein ist weg.
Nickelhaltiges Weißgold ist am anfälligsten. Ein Whirlpool ist schlechter als ein Schwimmbad, weil Wärme den Vorgang beschleunigt. Und weil der Schaden sich nicht anzeigt, hilft hier keine Beobachtung, sondern nur die Gewohnheit: der Ring kommt vorher ab, jedes Mal, unabhängig von der Dauer.
Dasselbe gilt für Chlorbleiche im Haushalt. Wer mit Bleiche putzt und den Ring anbehält, setzt die Lötstellen derselben Chemie in höherer Konzentration aus. Hier sprechen wir nicht von einer Vorliebe, sondern von einem Mechanismus mit einem harten Ausgang.
Legen Sie den Ring ab für alles, bei dem gegriffen, gestoßen oder im Dreck gearbeitet wird. Die Gründe sind die Krappen, die Ringschiene und der Stein – der Kratzern widersteht, bei einem harten, direkten Treffer aber dennoch ausbrechen kann:
Tätigkeiten, für die der Ring nicht abkommen muss: Händewaschen, Kochen, Duschen, Tippen, die meiste Büroarbeit. Nichts davon bringt Stoß oder Schmutzpartikel mit sich. Schwimmen und Whirlpool sind eine andere Sache und dafür sollte der Ring ab – das betrifft das Chlor und die Ringschiene, nicht den Stein; siehe die Chlorzeile oben.
Die Regel für die Aufbewahrung eines Saphirrings lautet: einzeln.
Diamant (Mohs 10) und Moissanit (9,25) sind beide härter als Saphir und zeichnen ihn, und ein zweiter Saphir zeichnet ihn ebenfalls, weil gleiche Härte kratzt. Moissanit wird in Verlobungsringen so selbstverständlich getragen wie alles andere, „halte ihn von Diamanten fern“ ist also nicht die ganze Regel. Steine, die lose zusammen in einer Schublade oder einem Beutel liegen, zeichnen sich über die Zeit gegenseitig die Oberfläche – allmählich und sich aufsummierend, nicht dramatisch, aber es ist genau das, was einen Stein matt werden lässt, der seine Politur sonst hält.
| Art der Aufbewahrung | Geeignet? | Anmerkung |
|---|---|---|
| Einzelnes stoffgefüttertes Fach in einer Schmuckschatulle | Ideal | Jeder Ring in seinem eigenen Fach – damit berühren sich die Steine nicht |
| Einzelnes weiches Säckchen (Samt oder Mikrofaser) | Ideal | Das Beste für die Reise; hält den Ring getrennt und geschützt |
| Ringhalter oder Ringständer | Gut | Hält Ringe getrennt, solange jeder Ring seinen eigenen Platz hat |
| Gemeinsames Fach mit anderen Saphirringen | Meiden | Gleiche Härte kratzt, zwei Saphire zeichnen sich also gegenseitig. Getrennt halten |
| Gemeinsames Fach mit Diamant- oder Moissanitringen | Meiden | Beide sind härter als Saphir und zerkratzen seine Oberfläche allmählich |
| Lose im Beutel oder in der Schublade mit anderem Schmuck | Meiden | Kratzer von härteren Steinen und von Metallkanten, und Stöße gegen alles Starre |
| Am Handgelenk oder in der Hosentasche „nur für kurz“ | Meiden | So gehen Ringe verloren, und in der Tasche trifft er Schlüssel und Münzen |
Auf Reisen transportieren Sie den Ring in einer eigenen Ringschachtel oder einem gepolsterten Säckchen, getrennt von anderem Schmuck. Ein Ring, der in einer Tasche mit anderen Stücken herumrutscht, riskiert Schaden an den Krappen und riskiert, dass der Stein einen Stoß gegen etwas Hartes abbekommt.
Für Deutschland noch ein praktischer Punkt zur Aufbewahrung: Wenn der Ring versichert ist, sehen Sie in Ihre eigenen Versicherungsunterlagen, bevor Sie sich auf eine Art der Aufbewahrung verlassen. Zwei Fragen lassen sich dort beantworten: Gibt es für Schmuck eine Entschädigungsgrenze, und hängt eine höhere Summe an einer bestimmten Art der Verwahrung? Das ist eine Frage Ihres Vertrags und keine Pflegefrage, und das Thema steht ausführlich in einen Saphirring versichern. An dieser Stelle nur der Hinweis: die Aufbewahrung, die den Stein schützt, und die Aufbewahrung, die Ihre Police verlangt, sind nicht automatisch dieselbe.
Lassen Sie die Fassung von Zeit zu Zeit prüfen, und jedes Mal dann, wenn der Stein sich locker anfühlt oder der Ring einen harten Stoß abbekommen hat. Eine Intervallangabe bekommen Sie von uns nicht: wir haben keine Grundlage für eine, und wie schnell eine Fassung verschleißt, hängt vollständig vom Ring und von der Person ab, die ihn trägt. Das ist unsere eigene Empfehlung aus dem Umgang mit diesen Steinen – kein Labor veröffentlicht Hinweise zu Fassungen, und wir geben hier auch keine wieder. Das gilt für diesen ganzen Abschnitt und auch für die Tabelle zu den Fassungsarten weiter unten: es ist unsere Sicht, nicht die eines Labors.
Klar ist auch, zu wem man damit geht, und dieser Punkt wird leicht verwischt: die Fassung prüft ein Goldschmied, kein Labor. Ein gemmologisches Labor bestimmt einen Stein und schreibt einen Befundbericht darüber. Ob eine Krappe trägt, sieht der Mensch mit der Lupe am Werkstattplatz. Zum Dokumentenwesen gibt es weiter unten einen eigenen Abschnitt, weil die vier deutschen Wörter dafür nicht dasselbe bedeuten.
Krappen verschleißen und lockern sich allmählich, und eine lockere Krappe ist in der Regel zu sehen oder als leichte Bewegung des Steins zu fühlen, bevor etwas verloren geht – deshalb lohnt eine Kontrolle überhaupt. Wenn Sie den Stein auch nur ein wenig bewegen können, tragen Sie den Ring nicht weiter, bis jemand ihn angesehen hat.
Diese drei Wörter werden leicht verwechselt, und sie bezeichnen drei verschiedene Arbeiten mit drei verschiedenen Anlässen.
| Arbeit | Was dabei geschieht | Wann sie ansteht |
|---|---|---|
| Nachfassen | Die Krappen werden nachgezogen und der Stein wird wieder fest gefasst. Es wird kein Metall hinzugefügt | Der Stein bewegt sich, die Krappen sind aber noch kräftig. Die kleinste der drei Arbeiten |
| Krappen anstücken | Auf abgetragene Krappenspitzen wird Metall aufgebaut und neu geformt | Die Spitzen sind dünn geworden, der Chaton ist aber im Übrigen in Ordnung. Der weniger eingreifende Weg bei mäßigem Verschleiß |
| Chaton erneuern | Der Kopf – das Bauteil, das den Stein hält – wird ersetzt und neu angefertigt | Die Fassung ist stark verschlissen. Die gründliche Lösung, und der größere Eingriff |
Welche der drei richtig ist, ist eine Beurteilung am Werkstattplatz an genau dieser Fassung, und sie ist die Entscheidung des Goldschmieds – nicht etwas, das wir oder irgendwer sonst aus der Entfernung treffen könnten. Fragen Sie, welche er machen würde, nachdem er den Ring angesehen hat. Keines der drei Verfahren sollte einem Saphir schaden.
Zu den Kosten nennen wir keine Zahl: Preise und Bearbeitungszeiten unterscheiden sich nach Werkstatt, nach Region und danach, wie viel am Ring zu tun ist. Fragen Sie vor der Arbeit nach einem Kostenvoranschlag.
Weißgold ist mit Weißmetallen legiertes Gold und wird üblicherweise rhodiniert; die Rhodinierung trägt sich im Alltag ab und wird von Zeit zu Zeit erneuert. Die typischen Legierungsmetalle sind Palladium oder Nickel. Die Auflage ist nicht dauerhaft: sie reibt an den Stellen durch, die anliegen – meist an der Unterseite der Ringschiene und an den Ansätzen der Krappen –, und dort zeigt sich dann der wärmere Ton des Goldes darunter. Das ist gewöhnlicher Verschleiß und kein Fehler. Neu rhodinieren ist eine Routinearbeit am Werkstattplatz und stellt den weißen Ton wieder her. Wie oft Sie das möchten, hängt vollständig davon ab, wie hart der Ring getragen wird, also setzen wir auch dafür keine Zahl.
Platin ist durchgehend weiß und braucht die Rhodinierung nie. Keine der Angaben zum Rhodinieren gilt für einen Platinring. Platin bildet im Tragen eine weiche Oberflächenpatina, die ein Goldschmied auf Wunsch herauspolieren kann. Wenn Sie einen Platinring haben, überspringen Sie den Punkt zur Rhodinierung in der Liste oben.
Roségold hat seine Farbe vom Kupfer, und Kupfer ist reaktiver als die Metalle in Gelb- oder Weißgold – die Zeilen zu Chlorbleiche und Chlorwasser oben wiegen bei einem Roségoldring also schwerer, nicht leichter. Silber und Ringschienen mit Auflage sind wieder ein anderer Fall und sollten nicht eingelegt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, woraus Ihre Ringschiene besteht, finden Sie es heraus, bevor Sie sie in Wasser legen. Welches Metall zu welchem Stein passt, behandeln Metallfarbe für einen Saphirring wählen und Gelbgold, Weißgold oder Platin für Saphir.
Für einen Leser in der EU gehört dieser Punkt dazu. Solange die Rhodinierung intakt ist, liegt zwischen Haut und Legierung eine Schicht Rhodium. Ist sie an der Unterseite der Ringschiene durchgerieben, beginnt der Hautkontakt mit der Legierung selbst – und wenn diese Nickel enthält, ist das der Zeitpunkt, an dem Nickel freigesetzt werden kann.
Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH), Anhang XVII Nr. 27 begrenzt die Nickelfreisetzung aus Erzeugnissen, die dazu bestimmt sind, in direkten und länger dauernden Hautkontakt zu kommen, auf 0,5 µg/cm² pro Woche. Schmuck fällt darunter. Das ist eine Anforderung an das Erzeugnis und keine medizinische Aussage, und wir machen hier auch keine: wer eine Nickelempfindlichkeit hat, klärt das mit einem Arzt, nicht mit einem Edelsteinhändler.
Der Pflegepunkt daraus ist einfach und praktisch: eine durchgeriebene Rhodinierung auf nickelhaltigem Weißgold ist nicht nur eine Frage der Optik. Sie ist einer der Gründe, sie erneuern zu lassen. Und wenn Sie nicht wissen, womit Ihr Weißgold legiert ist, fragen Sie den Goldschmied – bei mit Palladium legiertem Weißgold stellt sich diese Frage nicht, und bei einem Platinring auch nicht. Dieselbe Angabe ist übrigens zweimal nützlich: nickelhaltiges Weißgold ist auch das Metall, das in der Chlorzeile oben als anfälligstes genannt ist.
Dieser Text sagt an mehreren Stellen, Sie sollten herausfinden, woraus Ihre Ringschiene besteht. Für den deutschsprachigen Raum ist die Antwort meistens in den Ring geprägt. Gesucht wird eine dreistellige Zahl auf der Innenseite der Ringschiene – der Feingehaltsstempel, der die Tausendteile Edelmetall angibt:
| Stempel | Metall | Was das für die Pflege bedeutet |
|---|---|---|
| 333 · 375 · 585 · 750 | Gold – 333 und 375 sind niedrig legiert, 585 und 750 sind die üblichen Ringqualitäten | Je niedriger der Feingehalt, desto mehr Legierungsmetall – und die Chlorzeile oben trifft die Legierungsmetalle und die Lötstellen, nicht das Gold selbst. Ein 585er Weißgoldring mit Nickel ist die Kombination, auf die beides zutrifft |
| 900 · 950 | Platin | Durchgehend weiß und nie rhodiniert; die Punkte zur Rhodinierung gelten nicht |
| 800 · 925 | Silber (925 ist Sterlingsilber) | Nicht einlegen. Silber läuft an, und Anlaufen ist kein Schmutz, den eine Bürste holt |
| 500 · 950 mit „Pd“ | Palladium | Weiß, ohne Nickel, und ohne Rhodinierung tragbar |
| Kein Stempel | Unbekannt | In Deutschland ist die Angabe des Feingehalts nicht verpflichtend – wird sie aber angegeben, muss sie zutreffen (Feingehaltsgesetz). Ein ungestempelter Ring ist deshalb nicht verdächtig, aber ungeklärt: fragen Sie den Goldschmied, er sieht und prüft es |
Und weil das Wort hier zweimal vorkommt und zwei verschiedene Dinge bedeutet: Karat ist im Deutschen beides. Beim Stein ist 1 Karat eine Masse, nämlich 0,2 Gramm. Beim Metall ist Karat ein Feingehalt: 750er Gold sind 18 Karat, 585er Gold sind 14 Karat. Auf einer Seite über einen gefassten Stein landen beide Bedeutungen leicht in einem Satz. Hier sind sie getrennt: die Karatzahl des Steins sagt nichts über die Pflege, die Karatzahl des Goldes schon.
Was in den ersten Schritten nach einem Schaden geschieht, entscheidet mit darüber, ob aus einem kleinen Schaden ein großer wird. Deshalb steht dieser Abschnitt hier.
| Was passiert ist | Was jetzt zu tun ist | Was Sie nicht tun sollten |
|---|---|---|
| Der Stein bewegt sich in der Fassung | Ring abnehmen und nicht weitertragen. Zum Goldschmied: in der Regel genügt Nachfassen, und das ist eine kurze Arbeit | Nicht weitertragen „bis es passt“. Ein beweglicher Stein in einer offenen Krappenfassung kann beim Anziehen eines Pullovers verloren gehen |
| Der Stein ist herausgefallen und Sie haben ihn | Stein und Ring getrennt und weich verpacken – beide, denn eine verbogene Krappe zeigt dem Goldschmied, was geschehen ist. Prüfen, ob der Schaden in die ersten zwölf Monate nach der Übergabe fällt | Nicht kleben. Kein Klebstoff hält einen gefassten Stein, und Klebstoffreste in der Fassung müssen vor der Reparatur erst entfernt werden. Und nichts verändern, bevor der Schaden dokumentiert ist, wenn eine Versicherung beteiligt sein könnte |
| Der Stein ist herausgefallen und ist weg | Die offene Fassung sichern, damit sie sich nicht weiter verbiegt, und mit Laborbericht und Berichtsnummer zum Goldschmied – darauf stehen die Maße, nach denen ein Ersatz gefasst werden kann | Nicht in der Fassung herumdrücken. Eine aufgebogene Krappe, die wieder flach gedrückt wurde, lässt sich schlechter beurteilen |
| Der Ring war im gechlorten Wasser | Abspülen, trocknen – und die Lötstellen bei Gelegenheit ansehen lassen. Der Chlorschaden ist eine Spannungsrisskorrosion und zeigt sich nicht an der Oberfläche | Nicht annehmen, dass alles in Ordnung ist, weil der Ring unverändert aussieht. Unverändert auszusehen ist bei diesem Schadensbild gerade das Normale |
| Die Ringschiene ist verbogen | Zum Goldschmied. Eine verbogene Schiene setzt die Fassung unter Spannung, deshalb wird nach dem Richten der Sitz des Steins mitgeprüft | Nicht selbst zurückbiegen. Gold verfestigt sich beim Biegen und reißt dann an der Lötstelle |
| Ein gefüllter oder geölter Stein war im Ultraschallbad | Nicht weiter reinigen und den Stein ansehen lassen. Was die Füllung vorher verdeckt hat, ist jetzt möglicherweise sichtbar | Nicht erneut einlegen und nicht polieren lassen. Eine herausgelöste Füllung kommt nicht zurück; der Laborbericht sagt, was ursprünglich angegeben war |
| Der Ring wurde geweitet oder verkleinert | Die Fassung danach prüfen lassen. Beim Weiten wird die Schiene aufgetrennt und neu gelötet, und das verändert die Spannung im ganzen Ring | Nicht davon ausgehen, dass das Weiten die Fassung nicht betrifft. Die neue Lötstelle ist außerdem die Stelle, an der Chlor künftig zuerst angreift |
In allen diesen Fällen gilt der Vorbehalt aus dem Abschnitt oben: es ist unsere Sicht aus dem Umgang mit diesen Steinen, und kein Labor veröffentlicht Hinweise zu Fassungen. Welche Reparatur richtig ist, entscheidet der Mensch, der den Ring in der Hand hat.
Verschiedene Fassungsarten verschleißen verschieden. Für jede Zeile der folgenden Tabelle gilt derselbe Vorbehalt wie für den Abschnitt oben: Das ist unsere eigene Empfehlung aus dem Umgang mit diesen Steinen – kein Labor veröffentlicht Hinweise zu Fassungen, und wir geben hier auch keine wieder. Sie setzt außerdem voraus, dass die Beisteine Saphir, Diamant oder Moissanit sind; ist einer davon etwas anderes, lesen Sie zuerst Bevor Sie putzen.
| Fassungsart | Hauptschwachstelle | Worauf die Pflege zielt | Zur Reinigung |
|---|---|---|---|
| Krappenfassung (Krallenfassung) | Verschleiß und Verbiegen der Krappen; Hängenbleiben an Textilien | Die Krappen von Zeit zu Zeit prüfen lassen; Hängenbleiben an Strickwaren meiden | Leicht zu reinigen – die offene Fassung gibt vollen Zugang |
| Zargenfassung | Der Zargenrand kann sich abheben; schwerer unter dem Stein zu reinigen | Den Zargenrand mitprüfen lassen, wenn der Ring angesehen wird; länger einlegen, um unter den Stein zu kommen | Mehr Aufwand unter dem Stein; längeres Einlegen empfehlenswert |
| Halofassung | Pavé- oder Mikropavé-Beisteine lockern sich | Die kleinen Beisteine prüfen lassen; kein Ultraschall, solange das nicht geschehen ist | Mehr Fläche zu reinigen; um die kleinen Steine herum vorsichtig bürsten – und vor dem Einlegen klären, woraus die Beisteine sind |
| Dreisteinfassung | Mehrere Steine zu prüfen; mehr Krappen; die Beisteine können eine andere Art sein | Alle Krappen und die Beisteine prüfen lassen | Gründlicheres Bürsten um mehrere Steinpositionen – und vor dem Einlegen feststellen, woraus die Beisteine sind |
| Kanalfassung (im Ring) | Die Kanalwände reiben sich ab; Steine lockern sich | Den Kanal auf Bewegung der Steine prüfen lassen | Vorsichtig entlang des Kanals bürsten; in den Kanalrillen setzt sich Rückstand ab |
| Spannfassung | Die Ringschiene hält den Stein durch Federspannung, und diese Spannung kann nachlassen | Die Spannung prüfen lassen; harte Stöße meiden – auf einer Spannfassung liegt der Stein ungeschützt | Leicht zu reinigen – der Stein liegt vollständig frei |
Zur Wahl einer Fassungsart, die zu Ihrem Alltag passt, siehe Saphir-Verlobungsring auswählen und eine Fassung wählen, die die Ecken eines Saphirs schützt.
Die Farbe ändert nichts an der Härte eines Saphirs, und die Routine oben ist für jede Farbe dieselbe. Ein paar Fälle sind gesondert zu nennen:
Bis hierhin ging es um Steine und Metall. Jetzt um die Sätze selbst – denn in Deutschland ist eine Pflegeaussage eine geschäftliche Handlung, und § 5 UWG verbietet irreführende geschäftliche Handlungen. Nach § 5 Abs. 2 Nr. 1 UWG ist eine Angabe irreführend, wenn sie unwahre Angaben über die wesentlichen Merkmale der Ware enthält; nach § 5a Abs. 1 UWG kann auch das Vorenthalten einer wesentlichen Information irreführen.
Das klingt abstrakt, bis man es auf konkrete Sätze anwendet. Drei Formen sind dabei die typischen:
Besonders streng ist die Rechtslage dort, wo eine Angabe mit der Autorität einer Prüfung auftritt. Für die Werbung mit einem Prüf- oder Berichtsergebnis gilt dreierlei:
Daraus folgt, wie dieser Text gebaut ist. Wo ein Labor eine Position veröffentlicht hat, zitieren wir sie wörtlich – GIAs Satz zu Ultraschall und Dampf steht oben in GIAs eigenem Wortlaut. Wo wir vorsichtiger sind als das Labor, steht das mit dem Satz dabei, dass es unsere Vorsicht ist. Und wo überhaupt kein Labor etwas veröffentlicht – bei allem, was die Fassung betrifft –, steht der Satz, dass es unsere Empfehlung ist und wir keine fremde wiedergeben. Diese drei Schritte sind keine Höflichkeitsform. Sie sind die Konstruktion, mit der eine Pflegeaussage § 5 UWG standhält.
Und schließlich: keine Güteklassen. Es gibt für Farbsteine keine veröffentlichte Qualitätsskala, und GIA sagt das selbst – "GIA doesn't grade or provide quality analysis for sapphire or other colored stones." Eine Pflegeempfehlung, die nach einer Stufe unterscheidet („für Steine ab AAA gilt…“), behauptet daher eine Prüfung, die nicht existiert. Auf dieser Seite kommt keine solche Stufe vor.
Diese Frage stellt sich meist erst, wenn etwas kaputt ist. Sie lautet: Was an einem getragenen Ring ist ein Mangel, für den der Verkäufer einsteht, und was ist Abnutzung, für die niemand einsteht?
§ 434 BGB bestimmt, wann eine Sache frei von Sachmängeln ist: sie muss den vereinbarten (subjektiven) Anforderungen, den objektiven Anforderungen – also der üblichen Verwendung und der üblichen Beschaffenheit – und den Montageanforderungen entsprechen. § 437 BGB zählt auf, was dem Käufer dann zusteht: Nacherfüllung nach § 439 BGB, Rücktritt oder Minderung, Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen. Die Ansprüche verjähren bei beweglichen Sachen nach § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB in zwei Jahren.
Entscheidend ist ein Zeitpunkt, nicht ein Zustand: der Mangel muss bereits bei Gefahrübergang – also bei der Übergabe – vorgelegen haben. Was danach durch Tragen entsteht, ist kein Sachmangel. Und weil ein Käufer das kaum beweisen kann, gibt es beim Verbrauchsgüterkauf § 477 BGB: zeigt sich ein Mangel innerhalb von zwölf Monaten nach Übergabe, wird vermutet, dass er schon bei Übergabe vorlag. In dieser Zeit liegt die Beweislast beim Verkäufer, danach beim Käufer.
| Was am Ring auftritt | Einordnung | Warum |
|---|---|---|
| Die Rhodinierung ist an der Unterseite der Ringschiene durchgerieben | Abnutzung | Eine galvanische Auflage ist nicht dauerhaft, und das ist die übliche Beschaffenheit eines rhodinierten Weißgoldrings. Neu rhodinieren ist eine Pflegearbeit, keine Nacherfüllung |
| Platin hat eine weiche Patina angenommen | Abnutzung | Übliche Eigenschaft des Werkstoffs; herauspolieren ist eine Geschmacksfrage |
| Die Oberfläche des Steins ist nach Jahren feiner zerkratzt | Abnutzung | Gleiche und größere Härte zeichnet. Dagegen hilft die Aufbewahrung, nicht das Gewährleistungsrecht |
| Eine Krappe war von Anfang an zu dünn ausgearbeitet oder die Lötstelle war nicht durchgelötet | Möglicher Sachmangel | Ein Ausführungsfehler liegt bei Übergabe vor, auch wenn er erst später auffällt. Dies ist der Fall, für den § 477 BGB gemacht ist |
| Der Stein saß bei Übergabe schon locker | Möglicher Sachmangel | Mangelhafte Montage, § 434 BGB nennt die Montageanforderungen ausdrücklich |
| Der Stein ist nach einem Stoß gegen einen Türrahmen ausgebrochen | In der Regel kein Sachmangel | Nach Gefahrübergang eingetretenes äußeres Ereignis |
| Ein gefüllter Stein hat nach dem Ultraschallbad die Füllung verloren | In der Regel kein Sachmangel | Falsche Behandlung durch den Nutzer. Es ist aber ein Grund, nachzusehen, ob die Behandlung des Steins bei der Listung genannt war – deshalb nennt sie jede unserer Listungen |
| Die Behandlung des Steins war anders als angegeben | Möglicher Sachmangel | Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit nach § 434 BGB – und zugleich der Grund, warum die Behandlungsangabe auf jeder Listung steht |
Der praktische Schluss: Lassen Sie die Fassung früh einmal ansehen. Nicht weil es ein Intervall gäbe – es gibt keines –, sondern weil ein Ausführungsfehler, der bei Übergabe vorlag, innerhalb der zwölf Monate des § 477 BGB am leichtesten geltend zu machen ist. Wer den Ring jahrelang trägt und dann eine zu dünn gearbeitete Krappe entdeckt, hat denselben Fehler und eine erheblich schlechtere Beweislage.
Und umgekehrt: eine Pflegeanweisung ist keine Pflicht, die Ihnen jemand auferlegt. Sie entscheidet aber darüber, ob ein Schaden Ihnen zuzurechnen ist. Das ist der sachliche Grund, warum in diesem Text jede Anweisung ihre Bedingung mitführt: eine unbedingt formulierte Anweisung, die nur bedingt stimmt, verschiebt ein Risiko auf den Leser, das er nicht erkennen kann.
Dieser Abschnitt betrifft die ersten zwei Wochen und sonst nichts – dann ist er aber wichtig, weil Pflege und Rückgabe hier zusammenstoßen.
Bei einem Fernabsatzkauf hat ein Verbraucher nach § 355 BGB ein Widerrufsrecht von vierzehn Tagen und braucht dafür keinen Grund. Zwei Dinge daran werden regelmäßig übersehen:
Erstens: nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB besteht das Widerrufsrecht nicht bei Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist, oder die eindeutig auf seine persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ein Ring, der aus einem ausgewählten losen Stein nach Ihren Angaben angefertigt wird, fällt typischerweise darunter. Ein lose gekaufter Stein dagegen nicht.
Zweitens: nach § 357 Abs. 7 BGB kann der Unternehmer Wertersatz verlangen, wenn der Wertverlust auf einen Umgang mit der Ware zurückgeht, der zur Prüfung ihrer Beschaffenheit und Funktionsweise nicht notwendig war – und wenn über das Widerrufsrecht ordnungsgemäß unterrichtet wurde. Genau an dieser Stelle berührt das Thema die Pflege:
Unabhängig davon, was gesetzlich gilt, ist unsere eigene Regel einfach: Für jede Bestellung gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen. Die gesetzlichen Rechte bleiben davon unberührt.
Im Deutschen laufen vier Wörter durcheinander, die im Englischen zu certificate, report und appraisal verschwimmen. Für die Pflege ist die Unterscheidung nicht akademisch: das Papier, das Ihnen sagt, wie Sie den Ring reinigen dürfen, ist ein anderes als das Papier, um das es bei einer Versicherung geht.
| Wort | Was es bezeichnet | Wer es ausstellt | Wofür es bei der Pflege taugt |
|---|---|---|---|
| Befundbericht | Der Bericht eines gemmologischen Labors über die Bestimmung eines Steins: Art, Behandlung, Maße, gegebenenfalls eine Herkunftsmeinung | Ein gemmologisches Labor. Im deutschsprachigen Raum ist Befundbericht die Bezeichnung, die die DSEF selbst verwendet | Das ist das Papier, auf das es hier ankommt. Die Behandlungsangabe entscheidet darüber, welche Reinigungsmethode zulässig ist |
| Laborbericht, GIA-Bericht | Dasselbe, in den Wörtern, die das jeweilige Labor verwendet. Die Nummer darauf ist die Berichtsnummer | GIA, AGCL, FGL, GIC und andere Labore | Ebenso. Behandlung und Berichtsnummer sind das, was Sie brauchen |
| Zertifikat | Ein eingebürgertes Wort, das im Handel für denselben Bericht benutzt wird. Es ist nicht korrekt: ein Labor zertifiziert nicht, es berichtet. „GIA-zertifiziert“ gibt es nicht | Niemand – das Wort ist eine Gewohnheit, kein Dokumententyp | Wenn jemand Ihnen ein „Zertifikat“ ankündigt, fragen Sie nach dem Labor und nach der Berichtsnummer |
| Gutachten | Die begründete Beurteilung eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, in der Regel mit einem Betrag in Euro. Kein gemmologisches Labor stellt so etwas aus | Ein Sachverständiger, nicht ein Labor | Für die Pflege nichts. Für die Versicherung alles – siehe die nächste Zeile |
| Wertgutachten | Die Schätzung eines Wertes zu einem Zweck, meist der Versicherung. Auch Wertermittlung oder Schätzung | Ein Sachverständiger, oft ein Versicherungsgutachter – und ein solcher ist in Deutschland tatsächlich ein Sachverständiger, an dieser Stelle ist das Wort also richtig | Das ist das Papier, um das es bei einer Versicherung geht; was Ihre Police verlangt, steht in Ihrer Police. Es ist ein zweiter, eigener Auftrag |
Die Regel in einem Satz: Was ein Labor Ihnen gibt, ist ein Befundbericht – also ein Bericht und kein Gutachten. Was ein Sachverständiger für die Versicherung macht, ist eine Wertermittlung, und die darf Wertgutachten heißen. Wer Ihnen ein „Gutachten vom Labor“ verspricht, verwechselt zwei verschiedene Dokumente, und zwar in der Richtung, die mehr verspricht.
Das Gutachten ist sächlich, der Bericht ist männlich. Wer die Wörter tauscht, muss Artikel, Pronomen und Relativpronomen mittauschen: aus ein Gutachten, das die Herkunft nennt wird ein Bericht, der die Herkunft nennt. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der Grund, warum beim Austauschen der Wörter leicht halb umgestellte Sätze entstehen – der Begriff ist korrigiert, die Grammatik ist es nicht.
Für den deutschsprachigen Raum lässt sich die Zuordnung klar benennen, und sie ist für die Pflege nützlich, weil sie die Frage beantwortet, wen man wofür fragt.
Was einen deutschen Käufer daran regelmäßig überrascht: er bekommt drei verschiedene Papiere von drei verschiedenen Stellen, und keines davon ist ein Pflegeplan für seinen Ring. Einen solchen gibt es nicht, und wer ihn anbietet, hat ihn erfunden. Was es gibt, ist die Behandlungsangabe auf dem Laborbericht – und aus der folgt, welche der Methoden oben für Ihren Stein zulässig ist. Wie ein solcher Bericht zu lesen ist, steht in was ein GIA-Saphirbericht ist und wie man ihn liest.
Diese Übersicht gilt für einen unbehandelten oder nur hitzebehandelten Saphir, der allein in Gold oder Platin gefasst ist. Ist der Stein gefüllt, geölt oder gefärbt, oder steckt eine andere Art im Stück, dann gilt die Übersicht für Sie nicht – gehen Sie zurück zu Bevor Sie putzen und zum Punkt über gefüllte, gefärbte und geölte Steine.
| Tätigkeit oder Mittel | Unbedenklich für den reinen Saphir? | Unbedenklich für die Fassung? | Unser Rat |
|---|---|---|---|
| Warmes Seifenwasser und weiche Bürste | Ja | Ja, bei Gold und Platin | Die Routinemethode, für diesen Fall |
| Ultraschallbad | Hängt vom Stein ab – siehe GIAs veröffentlichten Wortlaut, oben vollständig zitiert. Unerhitzte Steine mit intakter Seide und Sternsaphire reinigen wir von Hand | Erst, wenn geprüft ist, dass der Stein fest sitzt | Vorher die Fassung prüfen lassen, jedes Mal |
| Dampfstrahler | GIA behandelt Dampf im selben Satz wie Ultraschall, oben vollständig zitiert. Nicht für einen Stein mit Fluideinschlüssen, einem verheilten Riss oder einem oberflächenerreichenden Riss | Ja bei fester Fassung; kein Haushaltsgerät mit Druck auf die Krappen gerichtet | Besser am Werkstattplatz als zu Hause |
| Zahnpasta oder Scheuerpaste | Nein – Scheuerpasten enthalten üblicherweise Aluminiumoxid, und das ist dasselbe Mineral wie Saphir | Nein – zerkratzt Metall | Meiden |
| Chlorbleiche oder Chlorwasser | Keine Wirkung auf Korund | Nein – Spannungsrisskorrosion an den Lötstellen von Goldlegierungen; nickelhaltiges Weißgold ist am anfälligsten, und das Versagen kann plötzlich eintreten | Ring ablegen, jedes Mal. Ein Risiko für die Ringschiene, nicht für den Glanz |
| Aceton / Nagellackentferner | Keine Wirkung auf Korund; löst den Klebstoff in allem Verklebten | Risiko für die Rhodinierung und manche Goldoberflächen | Ring ablegen |
| Ammoniakhaltiger Reiniger | Keine Wirkung auf Korund; an einem gefüllten, geölten oder gefärbten Stein nicht anwenden | Kann die Rhodinierung matt werden lassen und anätzen | Meiden – warmes Wasser mit Spülmittel leistet dasselbe |
| Duschen und Händewaschen | Ja | Ja | Kann getragen werden; erhöht die Reinigungshäufigkeit leicht |
| Fitnessstudio und schweres Heben | Kratzfest, aber eine Rundiste oder eine Spitze kann bei einem harten Treffer ausbrechen | Risiko für die Krappen durch Griffdruck und Stoß | Ring ablegen |
| Schwimmbad oder Whirlpool | Keine Wirkung auf Korund | Chlor verursacht Spannungsrisskorrosion an den Lötstellen von Goldlegierungen – eine Ringschiene oder eine Krappe kann nachgeben | Ring ablegen, jedes Mal. Ein Risiko für die Ringschiene, nicht für den Glanz |
| Kochen und Essen zubereiten | Ja | Ja | Kann getragen werden; danach reinigen |
| Garten- und Erdarbeiten | Kratzfest, aber Sand und Staub kommen überall hin | Sand und Staub setzen die Fassung zu und reiben das Metall | Ring ablegen |
| Mit dem Ring schlafen | Ja | Geringes Risiko für die Krappen durch Textilien | Geschmackssache; ablegen, wenn der Ring an der Bettwäsche hängen bleibt |
Warmes Wasser, ein paar Tropfen mildes Spülmittel, einlegen, bis sich die Ablagerung löst, dann unter und um den Stein vorsichtig mit einer weichen Kinderzahnbürste bürsten, gründlich abspülen und abtupfen. Damit sind das Fett, der Seifenfilm und die Rückstände weg, die einen Saphirring üblicherweise matt aussehen lassen. Das ist die Methode für einen unbehandelten oder nur hitzebehandelten Saphir, der allein in Metall gefasst ist. Steckt im Ring eine Perle, ein Opal, ein Smaragd oder Türkis, oder ist der Stein gefüllt, geölt oder gefärbt, dann legen Sie ihn nicht ein und fragen zuerst einen Goldschmied. Reinigen Sie den Ring, wann immer er matt aussieht, und nicht nach einem Zeitplan.
Ja, und Saphir ist dafür gut geeignet: die Mohshärte 9 bedeutet, dass er dem Kratzen und Abreiben des Alltags widersteht. Unzerbrechlich ist er aber nicht. Korund hat keine Spaltbarkeit, aber er hat eine Absonderung, und eine Rundiste oder eine Spitze kann bei einem harten, direkten Stoß ausbrechen. Legen Sie den Ring also ab, wenn gegriffen, gestoßen oder im Dreck gearbeitet wird. Die Metallarbeit braucht mehr Aufmerksamkeit als der Stein, lassen Sie die Fassung deshalb von Zeit zu Zeit prüfen, und jedes Mal dann, wenn der Stein sich locker anfühlt oder der Ring einen Stoß abbekommen hat.
Ja, bei einem reinen Saphir in einer intakten Fassung aus Gold oder Platin – Wasser und Seife schaden weder dem Korund noch gut gemachter Metallarbeit. Zwei Ausnahmen sind zu nennen: mit einer Perle oder einem Opal im selben Ring sollte man nicht duschen, und ein verklebtes Stück oder eine Dublette sollte überhaupt nicht nass werden. Mit dem Ring zu duschen bedeutet nur etwas mehr Seifenfilm, der unter dem Stein abzureinigen ist, und das ist alles.
GIAs veröffentlichte Position lautet, dass Ultraschall- und Dampfreinigung "usually safe for untreated, heat-treated, and lattice diffusion treated stones" sind, und in einem gesonderten Satz nimmt GIA rissgefüllte, hohlraumgefüllte und gefärbte Steine aus. Bei unerhitzten Steinen mit intakter Seide und bei Sternsaphiren sind wir vorsichtiger als GIA, und diese Vorsicht ist unsere und nicht die von GIA. Unabhängig vom Stein gilt: kein Ultraschall bei oberflächenerreichenden Rissen oder starken Einschlüssen, nicht bei einer Fassung, die sich locker anfühlt, und nicht bei Pavé-Beisteinen, die niemand geprüft hat. Im Zweifel nicht einlegen und nicht bürsten, sondern kühl abspülen und einen Goldschmied fragen.
Von Zeit zu Zeit, und jedes Mal dann, wenn der Stein sich locker anfühlt oder der Ring einen harten Stoß abbekommen hat. Eine Intervallangabe bekommen Sie von uns nicht, weil wir keine Grundlage dafür haben und weil der Verschleiß einer Fassung vollständig vom Ring und von der Person abhängt, die ihn trägt. Geprüft werden der Zustand der Krappen, der Sitz des Steins, die Lötstellen und der Verschleiß der Fassung insgesamt. Krappen lockern sich allmählich, und eine lockere Krappe ist in der Regel zu sehen oder als leichte Bewegung des Steins zu fühlen, bevor etwas verloren geht. Ein Grund, früh einmal prüfen zu lassen: ein Ausführungsfehler, der schon bei der Übergabe vorlag, ist in den ersten zwölf Monaten am leichtesten geltend zu machen.
Wegen des Chlors, und zwar wegen der Ringschiene und nicht wegen des Steins. Chlor verursacht an den Lötstellen von Goldlegierungen Spannungsrisskorrosion: der Werkstoff reißt unter der Spannung, die in jeder gelöteten Verbindung steckt, und vorher ist nichts davon zu sehen. Das Ergebnis ist keine matte Oberfläche, sondern eine aufgerissene Ringschiene oder eine abgescherte Krappe – und bei einer Krappe heißt das, dass der Stein verloren ist. Nickelhaltiges Weißgold ist am anfälligsten, und ein Whirlpool ist schlechter als ein Schwimmbad, weil Wärme den Vorgang beschleunigt. Der Ring kommt deshalb jedes Mal vorher ab, unabhängig davon, wie lange Sie im Wasser bleiben. Dasselbe gilt für Chlorbleiche im Haushalt.
Wir machen keine Zusagen über die zukünftige Farbe, und die ehrliche Antwort hat zwei Hälften. Gewöhnliches Tragen, Tageslicht, Haushaltstemperaturen und Reinigungsmittel sind nichts, was auf die Farbe von Korund einwirkt, und ein Saphir, der matt aussieht, ist fast immer einfach schmutzig – Farbe und Reinheit kommen nach dem Reinigen zurück. Farbinstabilität gibt es bei manchen Steinen aber wirklich: eine durch Bestrahlung erzeugte Farbe kann verblassen, und die Instabilität kommt bei unbehandelten Steinen genauso vor wie bei behandelten, eine Behandlungsangabe schließt sie also nicht aus. Deshalb steht die Antwort für einen bestimmten Stein auf seiner Listung, die die Behandlung nennt, und wo GIA an einem Stein, den wir verkaufen, seinen Farbstabilitätstest durchgeführt hat, geben wir GIAs eigene Bemerkung dazu wieder und nichts darüber hinaus.
In der Regel nein. Weißgold ist mit Weißmetallen legiertes Gold und wird üblicherweise rhodiniert; diese Auflage trägt sich im Alltag ab und wird von Zeit zu Zeit erneuert. Dass sie an der Unterseite der Ringschiene durchreibt und der wärmere Ton des Goldes darunter zu sehen ist, ist die übliche Beschaffenheit eines rhodinierten Rings und damit gewöhnliche Abnutzung, kein Sachmangel. Neu rhodinieren ist eine Pflegearbeit. Anders liegt es, wenn ein Ausführungsfehler bereits bei der Übergabe vorlag – eine zu dünn gearbeitete Krappe etwa oder eine nicht durchgelötete Verbindung. Platin ist durchgehend weiß und braucht die Rhodinierung nie, bei einem Platinring stellt sich die Frage also nicht.
Einzeln, in einem stoffgefütterten Fach oder einem weichen Säckchen. Diamant mit Mohs 10 und Moissanit mit 9,25 sind beide härter als Saphir und zeichnen ihn, und ein zweiter Saphir zeichnet ihn ebenfalls, weil gleiche Härte kratzt. Für jedes Stück ein eigenes Fach ist die einfache Regel, und sie verhindert außerdem, dass Ringe gegeneinander stoßen. Wer auf eine Entschädigungsgrenze seiner Hausratversicherung angewiesen ist, sollte zusätzlich nachsehen, welche Art der Verwahrung die Police verlangt – das ist eine Vertragsfrage und nicht dieselbe Frage wie der Schutz des Steins.
Jeder Saphir in unserem Katalog nennt seine Behandlung auf der Listung. Wo ein Stein einen Laborbericht hat, nennen wir das Labor und die Berichtsnummer – GIA, AGCL, FGL oder GIC –, und wo keiner vorliegt, sagen wir das ausdrücklich. Die Produktseite ist die Antwort für einen bestimmten Stein, nicht ein Artikel. Wir kaufen unsere Steine selbst ein, überwiegend in Sri Lanka und teils in Madagaskar, und jede Listung nennt die Herkunft. Zu einem Stein, der zu einer bestimmten Fassungsart und zu einem bestimmten Alltag passt, beraten wir gern.
Zahlen zum Bestand nennen wir in diesem Text nicht, weil sie sich mit jedem Verkauf ändern.
Schreiben Sie an crescentgems@gmail.com, wenn Sie eine Frage zur Haltbarkeit, zur Behandlung oder zur Eignung eines bestimmten Steins für eine bestimmte Fassungsart haben.
Zum Namen in dieser Liste noch ein Wort, weil er im deutschen Handel geläufig ist: Ceylon-Saphir ist ein Handelsname, die sachliche Angabe lautet Saphir aus Sri Lanka – und auf eine Qualitätsachse gehört das Wort nicht. Für die Pflege spielt die Herkunft ohnehin keine Rolle: ein srilankischer Saphir wird genauso gereinigt wie ein Saphir aus Madagaskar.
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Zurück zum großen Saphir-Kaufratgeber für das Gesamtbild zu Farbe, Herkunft, Form, Laborbericht und Preisbildung – alles, was Sie brauchen, um einen natürlichen losen Saphir mit Sicherheit zu kaufen.
CG8469
CG8454
CG8468
CG8464
CG8463
Madagaskar Rosa Saphir 1,62 ct – Achteck, GIA-Bericht
CG8459
CG8458
CG8457
CG8456
CG8453
Blauer Sternsaphir: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Was blauer Sternsaphir pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unser einziger Stein: 8,09 ct für 4.040 $ mit GIA Sapphire Origin Report.
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Tsavorit-Granat: Preise pro Karat aus unserem eigenen Bestand
Was Tsavorit-Granat kostet: die Preise pro Karat unserer sieben Steine, der Unterschied zwischen Varietät und Spezies und warum sauberer Rohstein knapp ist.
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Farbwechsel-Saphir: was er pro Karat kostet und warum
Was ein Farbwechsel-Saphir pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unsere beiden Steine: 1,03 ct für 824 $ und 2,01 ct für 2.211 $.
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Chrysoberyll-Katzenauge im Verlobungsring: Eignet es sich?
Chrysoberyll hat Mohshärte 8,5 – über Quarz (7) und Smaragd (7,5–8), unter Korund (9) und Diamant (10). Was das für Alltag, Fassung und Pflege bedeutet.
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Chrysoberyll-Katzenauge: Preise pro Karat und wovon sie abhängen
Was ein echtes Chrysoberyll-Katzenauge pro Karat kostet und wovon der Preis abhängt – dazu unsere beiden Steine: 2,36 ct für 3.792 $ und 4,25 ct für 9.482 $, je mit GIA-Bericht.
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